Freitag, 15. Februar 2008

…Skigebiete in Neuseeland…

Samstag, 16.02.08
Unser Hotel am Montag in Queenstown hieß treffenderweise St. Moritz und der Ort hatte ein ähnliches Flair wie wir das von den Wintersportorten in Österreich und der Schweiz kennen. Queenstown ist von vier Skigebieten umgeben, die aber von der Größe nicht mit den großen Skigebieten in Europa zu vergleichen sind. Dennoch werden sie hauptsächlich sowohl von den Neuseeländern selbst als auch vielen Australiern zum Wintersporturlaub gerne besucht.
Wir nutzten unsere freie Zeit, die Bergstation der Gondel per Wanderung zu erreichen, wo im Sommer zusätzlich Sommerrodeln, Paragliding und Bungyjumping angeboten werden.


Wir hatten aber genügend Freude und Vergnügen an der wunderschönen Wande-rung auf Wegen, die uns so gut wie alleine gehörten und beim Zuschauen der mehr oder weniger mutigen Touristen, die die „Bergattraktionen“ zahlreich in Anspruch nahmen. Da Queenstown außerdem am See Wakatipu liegt, ist der Blick nicht nur auf die Berge begrenzt, sondern schließt gleichzeitig das Wasser mit ein. Am Abend machten wir dann auf diesem See eine Dampfschiffahrt mit der „old Lady“ TSS Earnslaw, ein 96 Jahre altes historisches Dampfschiff, das noch mit Kohle betrieben wird.


Eine Klavierspielerin und viele gut aufgelegte Engländer machten schon die Hinfahrt bei strahlendem Wetter zu einem wunderschönen Ereignis. Auf der anderen Seite des Sees wartete in der Walter Peak High Country Farm, früher als Schaf-farm genutzt, ein stilvolles Abendessen auf uns.


Auf dem Heimweg gab es dann noch mehr Gesang und obwohl wir die meisten Lieder gar nicht kannten, sangen wir eifrig mit und hatten einen Riesenspaß.
Es war ein wunderschöner Tag….

Am Mittwoch ging’s dann über Arrowtown, einem ehemaligen Goldgräberstädtchen und Wanaka am Kawarau River und der gleichnamigen Schlucht entlang weiter nordwärts. An der Hängebrücke, die als Plattform für den ersten Bungy-Sprung in 1988 diente und auch heute noch die Leute dafür Schlange stehen lässt, 43 m in die Tiefe zu stürzen, hatten wir Gelegenheit, diesen Ablauf bei 3 bis 4 Sprüngen mit zu erleben.


Bei strahlendem Sonnenschein der großen südlichen Seenplatte entlang (Lake Hawea und Lake Wanaka) mit fruchtbaren Steinobstplantagen und weiter über den Haast Pass und Haast an der Westküste wollten wir am Nachmittag den Fox- und Franz-Josef-Gletscher erreichen.
Dies haben wir auch geschafft, jedoch bei strömendem Regen, sodaß wir in der Hoffnung auf besseres Wetter sowohl die Begehung der Gletscher als auch die optional möglichen Flüge auf den nächsten Tag verschoben haben. Der Donners-tagmorgen hatte jedoch auch nur typisches Westküstenwetter, d.h. strömenden Regen für uns bereit. Die Flüge waren bei diesem Wetter natürlich nicht möglich, aber wer wollte, konnte auch trotz strömendem Regen zumindest die Chance nutzen, die Gletscherzunge des Franz-Josef-Gletschers aus der Nähe zu betrachten.



Der Franz-Josef-Gletscher ist der am steilsten vom Mt. Cook auf einen Regen-wald abfallende Gletscher und wandert durchschnittlich 1 m pro Tag. Dieses Naturphänomen der Kombination Gletscherabfall auf Regenwald findet man außer bei den beiden o.g. Gletschern in NZ nur noch bei einem weiteren in Argentinien. Da wir uns diese doch seltene Gelegenheit nicht nehmen lassen wollten, gehörten wir auch zu denen, die ziemlich nass nach ihrer Erkundung wieder zum Bus zurückkamen. Unseren nächsten Stop hatten wir in Hokitika an der Westküste am tasmanischen Meer. Dieser Küstenstreifen im Westen von Milford Sound bis Greymouth bietet die einzigen Vorkommen des Jadesteins in NZ, den bereits die Maoris wegen seiner Härte als Werkzeuge und Waffen benutzt haben. Heute werden daraus aber hauptsächlich Schmuckstücke und Dekorationen hergestellt. Unser Tages-etappenziel war in Punakaiki im Paparoa National Park, direkt am Meer, und dort gibt es auch die spektakulären Pancake Rocks, eine Felsformation, die gestapelten Pfannkuchen gleicht.


Unser letzter Tag führte uns von der Westküste über Greymouth, wo wir außer-planmäßig wegen immer noch schlechtem Wetter eine Brauereibesichtigung mit Bierprobe gemacht haben,



über die „Brunner“-Kohlenmine, bekannt wegen dem größten Grubenunglück in der Geschichte NZ’s, bis zum Arthurs Paß.


Dort gingen wir an Bord des preisgekrönten TRANZALPINE Express


um mit dem großartigen Landschaftserlebnis einer spektakulären Bahnfahrt durch die südlichen Alpen bis zur Ostküste nach Christchurch unsere Neuseelandreise zu beenden. Dieses Land haben wir in den drei Wochen doch recht gut kennengelernt und sowohl landschaftlich als auch wettermäßig alle denkbaren Möglichkeiten erlebt.
Heute abend werden wir Neusseland über Auckland in Richtung Cook Islands nach Rarotonga verlassen, bereit für ein paar Tage Erholung und Entspannung….

Dienstag, 12. Februar 2008

Montag, 11.02.08
Am Donnerstag kamen wir noch mal nach Christchurch, der größten Stadt der Südinsel, zurück, die auch noch zwei weitere Beinamen hat: „garden city“ wegen der mehr als 700 Park- und Grünanlagen in der Stadt und außerdem gilt sie als die englischste Stadt außerhalb Englands. Diesen Bezeichnungen wird die Stadt auch mehr als gerecht. Der botanische Garten ist so groß, dass selbst ein 18-Loch-Golfplatz und mehrere Rugby-Felder dort Platz finden und das gemäßigte Seeklima gefällt den Pflanzen und Bäumen sehr gut. Die Siedler hatten sehr viele europäische Pflanzen mitgebracht, um sich so heimisch wie möglich zu fühlen. An den Gebäuden lässt sich erkennen, was mit „englisch“ gemeint ist. Ob Christ-church’s cathedral, die ehemalige Universität (die jetzt als arts centre genutzt wird) oder Christ’s college, eine renommierte Eliteschule für Jungen, diese imposanten Gebäude sind wirklich typisch englisch.


Die Schuluniformen, die in ganz NZ Tradition und Pflicht sind, erscheinen hier besonders konservativ.
Christchurch ist aber auch das Handelszentrum der Südinsel mit einem inter-
nationalen Flughafen und die „Nähe“ zur Antarktis (knapp 4000 km) macht diese Stadt zum Ausgangspunkt der Transport- und Versorgungsflugzeuge dorthin.

Am Freitag ging’s dann über die Canterbury-Ebene über Geraldine und Fairlie weiter Richtung MacKanzie Hochebene bis zum Lake Tekapo und Lake Pukaki,

die 8 der 11 in NZ vorhandenen Wasserkraftwerke durch ein ausgeklügeltes Kanalsystem und durch den Nutzen eines natürlichen Gefälles speisen.
Je näher die Südalpen kommen, die sich als gewaltiges Bergmassiv über eine Länge von 600 km erstrecken, desto grüner wird auch wieder die Landschaft. Am Lake Tekapo befindet sich auch die kleine, in den 60er Jahren erbaute Steinkirche des guten Hirten, die an diesem Nachmittag auch der Ort für eine Trauung war. Sie bietet keinen Platz für eine große Hochzeitsgesellschaft, aber dafür einen Blick direkt auf den Gebirgssee mit den schneebedeckten Bergkuppen im Hintergrund.


Wie gerne hätte ich die Trauung ein wenig miterlebt. Doch es wartete bereits das Flugzeug auf uns, aus dem wir die wunderbare Welt der Südalpen und deren höchsten Gipfel und Geltscherseen entdecken wollten. Wir haben während des 45-minütigen Fluges zuerst natürlich den See von oben und Firnfelder des Tasman-Gletschers gesehen, danach die Verwerfungslinie der Alpen (main divide) überquert um den Franz-Josef-Gletscher und Fox-Gletscher zu sichten. Der höchste Berg der Südalpen ist der Mt. Cook mit 3754 m, der am 25.12.1894 erstmals von drei Neuseeländern erstiegen wurde.
Dieses Erlebnis zählt bestimmt mit zu den beeindruckendsten Bildern, die wir in Neuseeland sehen durften.






Am Lake Pukaki vorbei waren es bis zu unserem Übernachtungsziel Twizel nur noch wenige Kilometer.
Am Samstag fuhren wir wieder Richtung Ostküste um über Oamaru nach Dunedin zu kommen. Oamaru ist besonders für seine weißen Kalksteingebäude bekannt und ob altes Posthaus, anglikanische Kirche, Zollhaus, Bank oder sonstige Gebäude wie den örtlichen Radiosender, (Margie war gerade live auf Sendung, grüßte uns übers Radio und spielte sogar einen Song für uns), sie bieten optisch einen sehr ansprechenden Anblick.


Außerdem gab es von hier aus 1882 den ersten Fleisch-„Gefrier“-Transport nach England, der schon nach wenigen Tagen nach seiner gelungenen Ankunft in England abverkauft war, sodaß sich in Oamaru sehr schnell eine entsprechende Industrie ansiedelte und so dem Ort auch zu einem gewissen Wohlstand verhalf.
An der Küste etwas weiter unterhalb erreichten wir Moeraki und haben am Strand die moeraki boulders angeschaut, große Steinkugeln, die vor über 4 Mio. Jahren aus Ablagerungen am Meeresboden und vulkanischen Aktivitäten entstanden sind.


Unsere Übernachtung am Samstag war an der Ostküste in Dunedin, einer stark schottisch geprägten Stadt mit ca. 120.000 Einwohnern. Dass hiervon ungefähr ein Fünftel Studenten sind hängt bestimmt damit zusammen, dass sich in Dunedin die älteste Universität des Landes befindet.
Die frühen Goldfunde in Otago führten dazu, dass Dunedin zu den reichsten Städten Neuseelands zählt, was sich auch an den vielen herausragenden Gebäuden wie historischer Bahnhof,


Gerichtsgebäude, Gefängnis, St. Pauls Cathedral u.a. widerspiegelt.
In Dunedin findet man auch die steilste Strasse der Welt, die Baldwin Street, die ca. 400 m lang ist und an der steilsten Stelle 38 % Steigung hat.
Unser Sonntagmorgen begann mit einer Führung und einem morningtea auf Larnach Castle und typisch schottisch waren die noch am Freitag in Dunedin warmen Sommertemperaturen einem nasskalten nebligen Wetter gewichen.



Dass zu einem schottischen castle eine tragische Geschichte sowie Dudelsack-spieler gehören, versteht sich ja schon fast von selbst.
Das Wetter besserte sich jedoch zum Glück im Laufe des Tages Richtung Westen wieder, wo wir am Nachmittag in Te Anau am gleichnamigen See (nach Lake Taupo der zweitgrößte See NZ’s - tiefste Stelle ca. 400 m tief und 66 km lang - und am Eingang zum Fjordlandnationalpark gelegen) eine Bootsfahrt machten.


Anschließend hatten wir in den glow-worm caves während einer Führung durch das Höhlensystem die Gelegenheit, unzählige Glühwürmchen zu bestaunen. Das Foto-grafieren ist dort verständlicherweise nicht erlaubt, wir sind uns wie im Plane-tarium vorgekommen.

Frei nach dem Motto „early bird catches the worm“ hieß es heute morgen früh aufstehen. Der Milford sound, das am besten zugängliche Fjordland der insgesamt 14 Fjorde des 1,2 Mio. ha großen Weltnaturerbes Fjordland Nationalpark liegt einfache Wegstrecke 120 km vom See Te Anau


entfernt und diese Straße gilt als längste Sackgasse NZ’s. Da Milford Sound für jeden NZ-Besucher eines der beliebtesten Ausflugsziele ist, wird mit zuneh-mender Tageszeit der Verkehr sehr stark. Über eine kurvenreiche Strecke an der regenreichsten Region der Erde entlang, vorbei an den Mirror lakes,


Hollyford und durch den Homer Tunnel erreichten wir planmäßig unser 10.30h auslaufendes Schiff um die malerische Schönheit der Fjorde


sowie den Mitre Peak und die Bowen Wasserfälle

zu erleben.
Der Rückweg, wieder zwangsläüfig über Te Anau, bis nach Queenstown war entsprechend weit und auch lang, unterbrochen durch einige Rotwild- und

Schaffarmen,


sodass wir uns morgen auf einen bis zum Spätnachmittag gruppenfreien Tag in Queenstown freuen.

Donnerstag, 7. Februar 2008

Donnerstag, 07.02.08
Unsere Fahrt am Montagmorgen führte uns von Rotorua durch Pinienwälder zu den mächtigen Huka Wasserfällen und zum 620 qkm großen Lake Taupo im Herzen der Nordinsel. Von dort geht es aufwärts zum Höhenplateau, wo die teilweise schneebedeckten Kuppen der Vulkanfelsen trotz Wolken ein beeindruckendes Bild abgeben.


Die Vulkanberge Mt Tongariro 1967 m, Mt Ngauruhoe 2287 m und Mt Ruapehu 2297 (dieser ist auch noch aktiv) gehören alle drei ins Gebiet des militärfreien Tongariro Nationalparkes und wurden in den 1990er Jahren von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Die Umgebung ist teilweise recht karg und wird deswegen auch desert road also Wüstenstrasse genannt, die aber bald bei der Weiterfahrt über Waiouro und Taihape bis nach Wellington wieder durch Farmland abgelöst wird. Außerdem gibt es in diesem Gebiet ebenso wie am Cape Reinga im Norden der Nordinsel noch Wildpferde.
Bevor wir am Dienstagmittag die Nordinsel von der Haupt- und Hafenstadt Wellington per dreistündige Fährüberfahrt durch den Queen Charlotte Sound nach Picton verließen, schauten wir uns diese Stadt natürlich noch an.
Aussicht vom Mt Victoria über die gesamte Stadt,


Fahrt mit der cable car, Spaziergang durch den botanischen Garten, Bienenkorb (Büros der Parlamentsangestellten erbaut 1981) und Parlamentsgebäude mit Sitzungssälen aus dem Jahre 1918,


alte St. Paul’s Kirche (1866),


Besichtigung des 2. größten Holzhauses der Welt (das größte steht in Japan und ist ein Tempel) sowie ein Besuch des Nationalmuseums Te Papa waren für einen halben Tag ziemlich viel. So nutzten wir die Gelegenheit auf der Fähre


in den doch gemütlichen Liegesesseln zum Mittagsschläfchen, zumal am Abend noch der Besuch eines Weingutes mit Weinprobe und ein gemeinsames Essen in Blenheim auf dem Programm standen.
Die Südinsel empfing uns mit doch deutlich spürbaren kühleren Temperaturen, aber nach dem Regen am Vortag doch freundlich.
Durch die Marlborough Region, Neuseelands größtem Weinanbaugebiet,


fuhren wir weiter entlang der zerklüfteten Ostküste bis nach Kaikoura.


Unterwegs hatten wir die Gelegenheit, neuseeländische Seehunde in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Die Robbenkolonien leben seit sie unter Naturschutz stehen doch an einigen Stellen so nah am Ufer oder halten sich zumindest oft dort auf, dass sie trotz einzuhaltendem Mindestabstand von 10 m doch hautnah beobachtet und erlebt werden können.


Unsere Übernachtung am Mittwoch war in Hanmer Springs, einem kleinen, sehr schön gelegenen Örtchen etwas mehr im Landesinnern Richtung Westen, was vor allem durch seine natürlichen Thermalquellen bekannt ist. Den Vormittag konnte, wer wollte, zum Besuch dieser Thermalquellen nutzen, wir haben eine Wanderung auf den Conial Hill vorgezogen.
Was die Höhenmeter anbelangt, fühlten wir uns doch stark an unsere Radtouren im Schwarzwald erinnert, aber wir hatten dafür danach auch eine wunderschöne Aussicht.


Sonntag, 3. Februar 2008

Sonntag, 03.02.08
Unsere Reise führte uns gestern von Whangamata zum Ort Waihi, der von der Martha-Goldmine dominiert wird, die im Übertageabbau pro Woche einen Wert von ca. 1 Mio NZ$ (= ca. 500 TEUR) hauptsächlich an Silber- und Goldvorkommen fördert.


Unser nächstes Ziel hieß Matamata, welches seit der Verfilmung des Kultbuches „Herr der Ringe“ stark an Bekanntheitsgrad gewonnen hat.
Ein großer Fan dieses Buches, Peter Jackson, war bereits in jungen ahren Regisseur, aber eher unbekannt. Er hat es lt. Kritiken auf brillante Weise gelöst, die in 3 Teile untergliederte Verfilmung an mehr als 200 Örtlichkeiten über das ganze Land verteilt gleichzeitig zu drehen. Seit der Weltpremiere in Wellington hat die Verfilmung mehr als 20 Oscars erhalten und hat für die unverbaute Landschaft Neuseelands einen Tourismusboom ausgelöst und auch der Film-industrie einen großen Aufschwung gebracht. Unser lt. Programm angekündigter morningtea auf einer Schaffarm war der Besuch der Longlands Station, eine Farm,
die Milchwirtschaft betreibt. Neuseeland exportiert 95 % der im Land produzierten Milch (hauptsächlich als Milchpulver, aber auch als Butter und Käse) und ver-braucht nur 5 % im eigenen Land. Der liebevoll gestaltete Garten und Besucher-bereich und die leckeren Köstlichkeiten sowie die gute Information des Farmers am Melkstand entschädigten ein wenig, dass ich mich gedanklich auf Schafe eingestellt und gefreut hatte.


Am frühen Nachmittag erreichten wir Rotorua, eine Stadt mit 70.000 Einwohnern,
mitten in einer Seenplatte und Hochburg der Maori-Kultur. Zwei Maori-Brüder Tamaki haben ihre Geschäftsidee genutzt, auf möglichst authentische Art bei einer „Reise“ durch die Mythologie und Geschichte der Maoris den Besuchern die Kultur ihrer Vorfahren näher zu bringen.
Der Beginn der Abendveranstaltung (the Realm of tane) hat mir sehr gut ge-fallen…eine Enkelin, gerade selbst erwachsen geworden, erfährt von ihrer Großmutter vor deren Tod das Geheimnis des Lebens, wie es von der Natur bzw. Schöpfung vorgesehen ist, was den Sinn und die Wertigkeit des Lebens ausmacht und nach deren Gesetzen die Maoris leben. Das kam für mich sehr wahrhaftig und glaubhaft rüber und hat mich auch sehr bewegt. Schade, dass die daran an-schließende Veranstaltung im Maori-Dorf mit Begrüßungszeremoniell,


Kampf, Tanz, Gesang und einem Abendessen in meinen Augen so starken Show-Charakter hatte und an einigen Stellen auch stark überzogen war, dass ich auch bei der Großmutter und Enkelin wohl viel schauspielerisches Talent vermuten muss.
In Rotorua gibt es auch das Whakarewarewa Thermal Reserve mit sprühenden Geysiren und sprudelnden Schlammbecken.


Imposant diese Naturschauspiele zu beobachten, leider hängt der Schwefelgeruch über der ganzen Stadt und unseren Nasen und Schleimhäuten ist er eher unan-genehm. Im Park steht auch das älteste Badehaus aus 1912.


Heute morgen sind wir mit der Gondelbahn auf den Hausberg von Rotorua, den Mount Ngongotaha, gefahren und konnten bei einem Sektfrühstück einen schönen Ausblick auf die Stadt und den gleich-namigen See genießen.




Dann gab’s Schafe. Leider wieder nicht auf einer Farm, sondern im Rahmen einer Show, bei der je ein Schaf der 19 unterschiedlichen in Neuseeland vorkommenden Rassen vorgestellt wurden. Die Schafe unterscheiden sich nicht nur in der Optik, sondern auch in ihrem Nutzen und Qualität bzgl. Wolle, Fleisch und Milch.


Außerdem haben wir live miterleben können, wie ein Schaf geschoren wird. Beachtlich wie schnell das mit der richtigen Handhabung und Routine möglich ist. Der Rekord in NZ liegt bei über 700 Schafen in 9 Stunden. Den Abschluss unseres heute nur bis Mittag dauernden Programms bildete der Besuch von Paradise Valleye, einem Naturpark mit Tieren, die zwar nicht ursprünglich aus NZ sind, sondern im Laufe der Jahre eingeführt wurden, aber auch in freier Wildbahn vorkommen. Ein wunderschöner Spaziergang durch einen Wald mit vielen kleinen Bächen, aber auch hier musste wohl eine Touristenattraktion her: ein Löwe im Gehege.
Morgen haben wir eine lange Tagesetappe mit über 400 km vor uns, was bei den engen und recht kurvenreichen Strecken schon viel ist.
Wir werden in Wellington, der weit im südlichen Teil der Nordinsel gelegenen Hauptstadt NZ’s ankommen um von dort aus übermorgen mit der Fähre auf die Südinsel überzusetzen.

Freitag, 1. Februar 2008

Freitag, 01.02.08
Heute sind nochmals 6 Teilnehmer zur Gruppe dazugekommen und so haben wir unsere Auckland Stadtrundfahrt mit Führung statt am Montag erst heute gehabt. Wir sind auf den Mount Eden gefahren, von wo aus man einen tollen Blick auf die ganze Stadt, inklusive Skiycitytower, der 1997 eröffnet wurde, hat.


Außerdem haben wir einige Informationen, die meiner Meinung nach von der Reiseleitung längst überfällig waren, bekommen. Neuseeland hat eine Gesamt-fläche von 268.000 qkm, was ungefähr der Größe von Großbri-tannien entspricht. Im Gegensatz zu GB, wo mehr als 60 Mio. Menschen leben, gibt es in NZ jedoch nur etwas mehr als 4,2 Mio. Einwohner und davon ca. 1,2 Mio. alleine in Auckland, der größten Stadt Neuseelands. Der Großraum Aucklands hat eine Fläche von ca. 1000 qkm und ist von ca. 50 Vulkankegeln umgeben, die jedoch alle erloschen sind.
Jeder 3. bis 4. Bewohner Aucklands hat ein Wassersportfahrzeug und so ist es nicht verwunderlich, dass im Hafen neben den Touristenschiffen sehr viele Boote in jeder Größe und Preisklasse anzutreffen sind.
Auckland hat von den in NZ insgesamt 8 Universitäten zwar nicht die älteste, aber mit 20.000 Studenten die größte Universität des Landes.
Zusätzlich leben noch ca. 2 Mio. Menschen auf der Nordinsel, der Rest, also 1 Mio. auf der Südinsel. Die nächst größeren Städte sind Wellington, die Hauptstadt NZ’s und Christchurch mit je ca. 360.000 Einwohnern, alle anderen Städte liegen weit darunter.
An erster Stelle bei der Bevölkerung liegen mit mehr als 70 % die Europäer, hauptsächlich britischen, irländischen oder schottischen Ursprungs, gefolgt von den Maoris, den Ureinwohnern NZ’s mit ca. 15 % und als 3. Bevölkerungsgruppe die Asiaten. Was die Religion anbelangt, ist englisch anglikanisch vorherrschend, natürlich werden in diesem toleranten Land aber auch alle anderen Religions-prägungen akzeptiert.
Neuseeland ist sehr stolz darauf, ein so buntes Mix an Menschen in seinem Land zu haben.
Von Auckland aus führte uns der Weg weiter südwärts Richtung Coromandel-Halbinsel nach Thames, einer ehemaligen Goldminenstadt.
Von dort aus weiter nach Hahei

und über Tairua nach Whangamata,


wo wir heute auch übernachten.

…Bay of Islands…

Donnerstag, 31.01.08
Heute ging’s wie angekündigt am Vormittag aufs Schiff, um sich die Bay of Islands vom Wasser aus zu betrachten. Verschiedene Inseln, manche davon auch unbewohnt, einsame Strände und malerische Buchten waren unsere Wegbegleiter. Die Wetterbedingungen ließen es zu, dass unser Skipper durch das berühmte „Hole in the Rock“ fuhr



und ein Aufenthalt auf Moturua Island mit einem Spaziergang mitten durch Schafe und einem imposanten Ausblick aufs Meer ließen wieder einmal den Wunsch aufkommen, die Uhr ein wenig langsamer ticken zu lassen.


Auf dem Heimweg Richtung Auckland machten wir noch einen kurzen Fotostop in Kawakawa. Die einzige Attraktion dort sind die öffentlichen Toiletten, die von Friedrich Hundertwasser, als sein letztes Werk, dort gestaltet wurden. Hundertwasser lebte knapp 30 Jahre in Neuseeland, ist dort auch auf seiner Farm begraben und wurde von der örtlichen Gemeinde um die Mitwirkung bei der Gestaltung dieser öffentlichen Toiletten gebeten. Auf jeden Fall habe ich schon wesentlich unansehnlichere "Pipi-Boxen" bis hin zum Schnuddel-Stehklo auf unserer Reise vorgefunden.


Diese hier waren schon außergewöhnlich - im positiven Sinne.

…herzlich willkommen in Neuseeland…

Sonntag, 27.01.08
Auckland, die Stadt der Segel, hat uns sehr sehr freundlich empfangen.
Wahrscheinlich galten die vielen Veranstaltungen an diesem Wochenende aber wohl doch nicht nur uns, sondern hauptsächlich der Feier des Jahrestages von Neuseeland am 28. Januar. Am Hafen, im America’s cup village, von unserem Hotel mit wenigen Schritten erreichbar, gab es die unterschiedlichsten Konzerte – vom Symphonieorchester, schottische Dudelsackspieler, Maori-Darbietungen bis hin zum Rockkonzert, Luft- und Wassershows und als Höhepunkt am Sonntag-abend ein spektakuläres Feuerwerk (untermalt mit Musik von AC-DC!). Wir haben einfach die unterschiedlichen Momente auf uns wirken lassen und jeden Augen-blick genossen. Am Montagabend war dann unser Kennenlern-Abendessen mit der Gruppe im Restaurant des Skycitytower von Auckland.


Dieses Gebäude hat den höchsten Turm (328 m) der südlichen Hemisphäre und bietet dadurch einen phantastischen Blick über die gesamte Stadt.



Von dort starteten wir am Dienstagmorgen über die Hafenbrücke Aucklands in Richtung Norden entlang reichen Farmlands zur Bay of Islands. Die Landschaft ist ungeheuer reizvoll und manche Bilder sind schon fast unwirklich, wie z.B. die Aussicht auf Hokianga Habour.



Unterwegs haben wir das historische Matahoke Kauri Museum mit einer Führung besucht, um anschließend den größten lebenden Kauri Baum (gehört zur Art der Koniferen bzw. Pinien und wächst im subtropischen nördlichen Teil der Nordinsel) Neuseelands, den Tane Mahuta, bei einem Spaziergang durch den Waipoua Wald in seiner vollen Grösse mit 51,5 m Höhe zu bewundern.


Einen ersten Eindruck und Einblick in die Maori-Kultur haben wir bei einer Führung durch einen Maori-Nachkommen in Waitangi bekommen, wo 1840 auch der Vertrag mit den weißen Siedlern aus Europa unterzeichnet wurde.
Der folgende Tag, also Mittwoch, war ein sogenannter freier Tag und wir haben unseren ersten Entschluss, an einem der fakultativen Ausflüge teilzunehmen, verworfen. Stattdessen haben wir uns Ausschlafen und ein ausgiebiges Frühstück gegönnt. Der Ort Paihia, in dem wir wohnen, ist ein kleiner gemütlicher Ort, der zum Spazierengehen am Strand entlang


und zu einer Überfahrt mit der Fähre nach Russel einlädt. In Russel befinden sich unter anderem die älteste Holzkirche Neuseelands, ausgefallene Galerien und ein Museum und bietet somit genug Gelegenheit einen Tag viel zu schnell vergehen zu lassen.


Morgen werden wir eine halbtägige Kreuzfahrt durch die blauweise Inselwelt der Bay of Islands zum Cape Brett unternehmen und am Abend nach Auckland, mit 1,2 Mio. Einwohnern die größte Stadt Neuseelands zurückkehren.

Beitragende