Samstag, 5. Januar 2013

Faszination „Busch-Feeling“ Botswana November 2012

Die Eintragungen sind dieses Mal um fast zwei Monate zeitverzögert – weil ich – entgegen meiner bisherigen Gewohnheit bei großen Reisen – ohne Laptop und ohne tagesaktuelle Eintragungen in meinem Blog reiste ....zum einen ließ das unser zulässiges "Mini"volumen von 62 x 30 x 25 cm beim Gepäck nicht wirklich zu und bei einer so naturnahen Reise passte es für mich auch nicht wirklich. :-)

Am 2. November ging’s los - zu unserem „Sommer“-urlaub nach Botswana und Sambia -und diese Reise war schon ganz besonders – wir sind mit wenig Gewicht in unseren Taschen, aber dafür mit umso mehr beeindruckenden und wunderschönen Erlebnissen und Erinnerungen im Gepäck zurückgekehrt.
 

Ich habe es oben schon beschrieben, dass und warum ich ohne laptop gereist bin. Der Hauptgrund war unser zulässiges „Puppen“täschchen (Format wie kleine Sporttasche), aber größere Gepäckstücke hätten in den kleinen Fliegern wirklich nicht mitgenommen werden können.
 
 





Im Nachhinein war diese Entscheidung nicht nur deswegen genau richtig, es hätte auch gar keine Nutzungsmöglichkeit gegeben. Meinen BlackBerry habe ich nur als Wecker genutzt.

Wir waren von den knapp 3 Wochen etwas mehr als 2 Wochen ohne jegliche Verbindung zur Außenwelt, weil es sowohl in der Kalahari-Wüste als auch im Busch im Okavango Delta weder Telefon noch Radio oder Fernsehen oder Internet gibt. In manchen Camps übernachtete ein Pilot der Buschflieger, sodass im Notfall eine Evakuierung hätte vorgenommen werden können, was wir aber in keinem der sechs wechselnden Unterkünfte erleben mussten. Wir haben die kleinen Flieger nur zum Transfer ins nächste Gebiet benutzt, weil es dort so gut wie keine Straßen gibt.

Aber diese Ruhe für zwei Wochen tat richtig gut und die einzigen Geräusche kamen von den Tieren, die wir auch nachts vor unserem Zelt hörten. Für Notfälle gab es im Zelt ein manuelles rotes Signalhorn J

Das Wort „Zelt“ habe ich bisher nicht in so geräumiger und „luxuriöser“ Ausführung erlebt; eigentlich waren es eher Zeltchalets mit Terrasse auf Plattformen - mit richtiger Dusche, Toilette, Doppelwaschtisch, Sitzgruppe und Bett mit Moskitonetz – nur die Wände hatten so etwas wie Zeltcharakter. In Sambia war unser Cottage „Viktoria“  in Richtung Sambesi hin sogar ganz offen, das vermittelte ein ganz besonderes Wohn-gefühl. Und der Blick direkt an der Klippe der Wasserfälle in mehr als 100 m Tiefe hat uns zwar allen Mut abverlangt, aber dafür unbeschreiblich beeindruckend.  

Und die Vielfalt und Schönheit der Natur – die sich bei den Tieren und Pflanzen, aber auch in den unterschiedlichen Landschaften immer wieder zeigen, sind einfach wunderbar.  Für Martin und mich genau das richtige, es ist schön, dass wir beide da so gleich empfinden.

Und das war unser Reiseverlauf:

03. - 04. November 2012: African Rock Hotel, Johannesburg

Halbtagestour mit Stadtrundfahrt durch Johannesburg und Soweto, mit Spaziergang durch die Vilakazi Street, der einzigen Straße der Welt, in der 2 Friedensnobelpreisträger gewohnt haben, mit einem Besuch des Mandela Hauses sowie einem Besuch des Nelson Mandela Square in Sandton






 


 

04. - 07. November 2012: Leroo La Tau, Makgadikgadi Nationalpark

Flug von Johannesburg nach Maun und von Maun per Sportflugzeug  zur Leroo La Tau Lodge
 

 
Die schöne im afrikanischen Stil eingerichtete Lodge liegt direkt am Boteti Fluss, der die Grenze zum Makgadikgadi Nationalpark bildet. Der Boteti Fluss ist so alt wie die Kalahari selbst. Vor ca. 30.000 Jahren war die Gegend ein enormer Inlandsee, der von den großen Flüssen Kavango und Sambesi gespeist wurde. Seismologische Aktivitäten haben den Flüssen eine Richtungsänderung gegeben und die mächtigen Viktoria Fälle geformt. Heute ist der Wasserspiegel vom Okavango abhängig und nachdem der Boteti Fluss lange Zeit komplett ausgetrocknet war, fließt er seit 2009 wieder.
Leroo La Tau ist eine komfortable und exklusive Lodge. Die große Lounge mit Bar, Speisesaal, Rezeption und Souvenirgeschäft besteht aus Holz mit einem Reetdach. Die luxuriösen, direkt am Flussufer liegenden Reet-/Glas-Chalets haben einen spannenden Ausblick auf den Fluss.
 

   
 

 

 

Tages- und Nacht-Wildbeobachtungsfahrten und Tagesausflug zur Nxai Pan mit Patrick



 


 


 
07. - 09. November 2012: Xigera Camp, Okavango Delta

Per Sportflugzeug von der Leroo La Tau Lodge via Maun zum Xigera Camp im Okavango Delta.




Das wasserumsäumte Xigera Camp bietet luxuriöse Safarizelte mit privater Dusche/WC und zusätzlicher Außendusche für das ultimative Buschfeeling.
 



Am ersten Nachmittag Fahrt mit dem Mokoro –Polar  Kit hat uns fast lautlos durch die Schilflandschaft gestakt und wir konnten kleine Frösche, Vögel und vieles mehr entdecken.

Pirschfahrten mit Henny im offenen Safarifahrzeug





und per Boot über die verschlungenen Wasserwege des Okavango Deltas – mit Planschen und sundowner in der Lagune

09. - 12. November 2012: Chitabe Camp, Okavango Delta

Flug vom Xigerade zum Chitabe Camp.

Das Camp befindet sich auf einer der schönsten Inseln im Okavango Delta und ist malerisch von Lagunen umgeben. Die luxuriösen, im ostafrikanischen Stil errichteten Zeltchalets sind auf erhobenen Holzplattformen, der auf einer Plattform gebaute Speisesaal befindet sich unter einem Reetdach, wie auch die Bar und die Lounge. Mit einem herrlichen Ausblick auf das Überschwemmungsgebiet. Wildbeobachtungsfahrten (Tag und Nacht) im offenen Geländefahrzeug mit Phinley



 

 









12. - 15. November 2012: Savuti Camp, Chobe Nationalpark

Vom Chitabe Camp per Sportflugzeug nach Norden zum Savuti Camp.

Savuti ist ein klassisches, sehr komfortables Safaricamp wie aus den Filmen vergangener Tage. Es liegt in einer privaten Konzession inmitten eines legendären Wildgebiets, das sowohl für die riesigen Elefantenherden als auch für die große Anzahl an Raubkatzen bekannt ist. Die komfortablen und geräumigen Zeltchalets bieten von der privaten, kleinen Terrasse einen schönen Blick  über das schimmernde Wasser des Savuti-Kanals und die angrenzenden Grasebenen. In dem mit Stroh überdachten Hauptbereich befindet sich der Speiseraum und eine Bar. Auf dem offenen Aussichtsdeck ist auch ein kleiner Pool zur Abkühlung vorhanden. Direkt vor dem Camp schlängelt sich der Savuti-Kanal entlang. Er ist 1980 komplett ausgetrocknet und führt erst seit 2010 wieder Wasser.






 Pirschfahrten tagsüber und nachts mit Carlton.









15. - 17. November 2012: Sanctuary Chobe Chilwero, bei Kasane

Ein letzter Flug im Sportflugzeug nach Kasane.

Die malerische Chobe Chilwero Lodge liegt direkt an dem bekannten Chobe Nationalpark. Die großzügigen liebevoll eingerichtet en Cottages sind aus Stein mit einem Reetdach gebaut. Jedes Cottage verfügt über Klimaanlage, einer handgearbeiteten Badewanne, Dusche/WC, einen privater Garten mit einer Terrasse, von der aus Sie den Sonnenuntergang über dem Chobe Fluss genießen können.


 
Pirschfahrten im Chobe National Park (höchste Elefantendichte der Welt) und Bootsfahrt mit Sonnenuntergang auf dem Chobe-Fluss mit Poniso.




 
 


17. - 20. November 2012: Stanley Safari Lodge, Viktoria Fälle

Von Kasane per Sportflugzeug nach Livingstone- Sambia.

Die Stanley Safari Lodge liegt malerisch auf einem kleinen Hügel über dem Sambesi Fluss, grenzt an den Mosi oa Tunya Nationalpark und bietet einen wunderbaren Blick auf die Gischt der Victoria Fälle. Die großzügig angelegte Lodge hat einen kleinen Swimmingpool und unser  in Richtung Sambesi hin offenes Cottage Viktoria  vermittelte ein ganz besonderes Wohngefühl. 




















 Die Viktoria Fälle liegen nur ca. 10 Fahrminuten entfernt,


 

  

auch haben wir eine Bootsfahrt auf dem Sambesi unternommen
und Mukuni besucht (ein authentisches, traditionelles, 700 Jahre altes Dorf).





Ein Helikopterflug über die Viktoriafälle war dabei ein besonders beeindruckendes Erlebnis 



- für die Heimreise via Johannesburg versorgte uns Desai mit einer leckeren Proviantbox.

Freitag, 12. November 2010

...Hanoi und Ha Long Bucht...

vielleicht habt Ihr’s gemerkt…die Zeit hat dann leider doch nicht ganz gereicht…umso ärgerlicher, dass wir dann am Flughafen erfuhren, dass unser Flug nach Hanoi mehr als eine Stunde Verspätung hat. Deswegen kamen wir erst um 23.00h in Hanoi im Hotel Metropole an, das bestellte Abendessen haben wir nur noch teilweise eingenommen, und dann schnell ins Bett um am Sonntagmorgen, 07.11.2010, früh aufzustehen. Ein weiterer Punkt unter „Pflichtprogramm“ war am Sonntagmorgen der Besuch des Ho Chi Minh Mausoleums. Entgegen der testa-mentarischen Verfügung von Ho Chi Minh liegt er dort aufgebahrt und täglich erweisen ihm Tausende von Touristen und Einheimischen die letzte Ehre. Das Militär geht dabei recht zielstrebig vor, um die Vielzahl der Besucher im wahrsten Sinne des Wortes in die richtige Reihe zu bringen.


Nach dem Besuch weiterer Tempel sind wir nach einer Nudelsuppe in einer Garküche am Nachmittag per Fahrradrikscha durch die engen Gassen der Altstadt gefahren.

Unbeschreiblich welches Gewimmel von Menschen und allen erdenklichen Waren dort herrscht. Kurze Pause im Hotel und dann zur Vorführung des berühmten Wasserpuppentheaters. Bis zu einem Meter große Puppen aus Feigenholz tanzen in einem Wasserbassin. Sie sind auf lange Stangen montiert und die Puppen-spieler agieren unsichtbar hinter einem Bambusvorhang. Inszeniert werden kurze Szenen aus verschiedenen Sagen und Märchen,

begleitet von einem kleinen Liveorchester… zu viele Eindrücke für so wenige Stunden und dann noch tagsüber an jeder Ecke ein Brautpaar, das sich in ungefähr zehn unterschiedlichen „outfits“ über den Tag verteilt den Fotografen stellt, um dann der Hochzeitsgesellschaft gleich die Bilder vorzuführen.



Am Montag, 08.11.2010, kamen wir nach einer knapp vierstündigen Fahrt entlang ausgedehnter grüner Reisfelder




gegen Mittag zur Ha Long Bucht. Unsere Kreuzfahrt auf der dragon’s pearl, einer Zweimastholzdschunke,


führte uns durch das faszinierende Naturerlebnis und das gigantische Felslabyrinth der bizarren Kalkfelsen.


Als Überraschung wurde das Abendessen nicht an Bord serviert, sondern ein kleines Beiboot brachte uns an Land und nur über unzählige Treppen erreichbar, hatte die Crew in einer Tropfsteinhöhle (ehemals ein Schmugglerversteck) alles für uns zum Abschiedsessen vorbereitet. Zahlreiche Teelichter und Kerzen wiesen uns den Weg, und die Crew hatte keine Mühe gescheut, alles dorthin zu bringen



um uns mit Lobster und weiteren Köstlichkeiten an diesem Abend zu verwöhnen.


Das war schon ein sehr schöner Ort für den letzten Abend in der für uns fremden Kultur.

Eine Reise, die uns in unserer Weltanschauung um ein weiteres bereichert hat und das Puzzle unserer Erde um weitere Teile vervollständigt, anstrengend und oft auch emotional erschütternd, aber dennoch wäre es um jeden Moment schade gewesen, den wir verpasst hätten.
Jetzt sind wir wieder zurück, gewöhnen uns langsam an Temperaturunterschiede, wundern uns über Weihnachtsdeko in der Stadt und arbeiten am jetlag, schön, dass wir dazu noch bis am Sonntag Zeit haben. Am Montag hat uns dann der komplette Alltag inkl. Beruf wieder, aber auch darauf freuen wir uns.

Freitag, 5. November 2010

…Kambodscha…

…ein Land, das mich sehr bewegt und dem ich wünsche, dass die Menschen die Vision bekommen, dass die Zukunft für sie selbst und für ihr Land Sinn macht.
Seit Samstag, 30.10.2010, sind wir hier und bereits bei der Einreise von Vietnam kommend bedurfte es einem „Beschleunigungsgeld“ und Vitamin „B“. Unsere Bootsfahrt am Nachmittag mit einem Schnellboot auf verzweigten Kanälen nach Angkor Borei (je 1 h Wegzeit) inmitten von Reisfeldern wurde bei immer stärker aufkommendem Wind (für hiesige Verhältnisse war es ein Sturm) und damit auch starkem Wellengang zu einem grenzwertigen Vergnügen. Wir wurden zwar nass bis auf die Haut inkl. Haare und holten uns ein paar „Schrammen“, aber an der Strasse gekaufte Handtücher, die wir statt nasser Kleider dann auch noch beim Einchecken im Resort Knai Bang Chatt in Kep-sur-Mer trugen, haben dort zu einem freundlichen und gleichzeitig erstaunten „Willkommen“ geführt. Zum Glück wird es auch hier sehr früh dunkel, sodass uns die fehlende Helligkeit eher noch schmeichelte. Eigentlich sollten wir dort am nächsten Morgen mit dem Boot zur sogenannten „Kannincheninsel“ (den Namen verdankt sie ihrem optischen Äußeren) zum Grill- und Badevergnügen fahren, aber aufgrund unseres Erlebnisses vom Vortag hat Julian Zimmermann das Programm kurzfristig in eine Besichtigung des kleinen Städtchens Kampots, direkt am Golf von Thailand, mit seinem französischen Viertel und den einstmals bestimmt wunderschönen Kolonialbauten entlang der Flusspromenade abgeändert. Danach gab’s statt BBQ am Strand ein leckeres seafood-Mittagessen im zum Hotel gehörenden sailingclub. Der Nachmittag war frei…der erste seit Beginn der Reise…und da es im Hotel keine brauchbare Internetverbindung gab, haben – zumindest Schatzi und ich – die wenigen Stunden mit Lesen und Ausruhen verbracht.
Am nächsten Morgen ging’s weiter Richtung Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas, auf dem Weg dahin Besichtigung der Tempel von Phnom Chiso und Ta Phrom, und immer wieder auch das hautnahe Sehen des Lebens vorort.
Kambodscha, ein Land halb so groß wie Deutschland mit ca. 14 Mio. Einwohnern, von denen jedoch nur 3,6% älter als 65 Jahre werden. 90 – 95% gehören dem Buddhismus an und es gibt ca. 4200 Pagoden. Die aktuelle, aber noch sehr junge Regierungsform ist eine Demokratie mit Königreich, aber viele Dinge scheinen hier nur auf dem Papier zu existieren. Für US-$ lässt sich hier vieles, wenn nicht sogar alles regeln, doch darüber verfügt das Volk nicht. Selbst für kritische und gebildete Leute wie Vy, unseren Reiseleiter, ist aber das eigene Leben zu wertvoll, um die „volle“ Warheit zu sagen. Freie Meinungsäußerung bringt nur Nachteile. Eines ist ganz offensichtlich: Armut, Bestechung und Korruption, eine nach wie vor große Kindersterblichkeit zumindest in den Provinzen, da es nur wenige weit entfernte Krankenhäuser gibt, bestimmen das Leben. Und unabhängig von der Entfernung hat die Landbevölkerung meistens auch nicht das für die Behandlung notwendige Geld. Das Gesundheitswesen ist noch sehr schwach, jedoch werden Kinder jünger als Jahren in den vier aus Spendengeldern errichteten Krankenhäusern auch ohne Bezahlung behandelt. Auch der Schul“pflicht“ und dem immer größer werdenden Wunsch nach Bildung können viele Familien oft aus finanziellen Gründen gar nicht nachkommen. Wenn das eigene Reisfeld nur für den Eigenbedarf reicht – und der liegt bei ca. 1 Pfund pro Tag und Person – dann bleibt nichts mehr zum Verkauf und der oftmals einzigen Einnahmequelle. Aber ohne zusätzliche Bezahlung sind die meisten Lehrer nicht zur Wissensvermittlung bereit.
Den extremen Kontrast dazu bildet unser historisches Hotel „Raffles Royal“ in Phnom Penh mit seiner berühmten Elephant Bar und der kolonialen Atmosphäre. Zum Glück war Hillary Clinton bereits am Vortag zum Interview und Foto-/Pressetermin dort, sonst wären wohl die meisten Bereiche in unserem Hotel weiterhin gesperrt gewesen. Und die chinesische Delegation folgt prompt in den nächsten Tagen.
In Phnom Penh haben wir den Königspalast mit Silberpagode

sowie das Nationalmuseum besichtigt. Den Besuch am Nachmittag des Tuol Sleng Genozid Museums und die bebilderte Dokumentation der Grausamkeiten und Foltermethoden der Roten Khmer habe ich mir nicht angetan. Schon die Vorstellung, dass Menschen mit Eisenstangen erschlagen wurden, weil kein Geld für Munition vorhanden war oder diese zum Töten zu wertvoll, lassen mich erschauern. Und alles zu einer Zeit, die wir bewusst erlebt haben, grausame Realität, die sich für mich nur aus der Entfernung etwas leichter ertragen lässt.
Was war es da eine Augenweide am Abend im Sovanna Phum Theater
für eine Stunde den klassischen Apsaratänzen des Nationalballetts zuzuschauen.


Auf dem Weg zum Flughafen am Mittwoch, 03.11.2010, haben wir eine örtliche Schule besucht, in der auch Vys Kinder unterrichtet werden.
Dort haben wir für besonders bedürftige Kinder Stifte und Hefte dem Direktor übergeben. Für die Kinder waren wir Europäer schon eine Sensation. Und jetzt sind wir in Siem Reap. Wir sind die kurze Strecke von ca. 300 km von Phnom Penh hierher geflogen, weil wir ansonsten wegen der schlechten Straßenverhältnisse fast einen Tag unterwegs gewesen wären. Und diese Zeit würde uns in der Stadt der Götter, also bei den Tempeln, fehlen. Und das sind einige, die wir uns zusammen mit einem französischen Archäologen anschauen: Angkor Thom, Bayon Tempel mit den geheimnisvoll lächelnden Gesichtern von Bayon, des mächtigen Khmer Königs Jayavarman VII, die vom Urwald verschlungenen Anlagen von Ta Phrom, Angkor Wat und die entzückenden Anlagen von Banteay Srei mit ihrer feinen Steinmetzkunst. Da heißt es früh aufstehen, wenn man sich die schönen Anblicke nicht schon am Morgen mit vielen anderen tausenden Besuchern teilen möchte. Gestern Morgen sind wir sogar ohne Frühstück, aber dafür statt mit Bus mit motorisierten Rikschas gestartet.

In den Tempelruinen erwarteten uns fünf Mönche zu einer Zeremonie mit Wassersegnung und anschließendes freuten wir uns über eine aus dem Hotel mitgebrachte Frühstücksbox.
Ich kann mir die vielen Einzelinformationen über Prä-Angkor-, Angkor- und Post-Angkorperiode (9.-15. Jahrhundert), Shiva, Vischnu und die vielfältige umfassende Mythologie nicht merken, aber das macht auch nichts, es ist auf jeden Fall beeindruckend, Bauwerke in solchen Ausmaßen in teilweise recht gut erhaltenem bzw. restauriertem Zustand
vorzufinden und zu besichtigen.


Heute am 06.11.2010 ist unser letzter Tag in Kambodscha, heute Abend fliegen wir nach Hanoi im Norden Vietnams zum dritten Teil unserer Reise.
Das Programm heute überschaubar…Start um 08.00h zu den schwimmenden Dörfern des Tonle Sap Sees (250 km lang und 70 km breit) und Besuch einer Familie, deren Existenz jedoch entgegen der Annahme nichts mit Fischfang oder –zucht zu tun hat…was es sein wird, erfahren wir jedoch erst vorort. PS: es war eine Krokodilfarm!!!

Unser Flieger geht erst nach 18.00h, wir können unsere Zimmer bis zur Abreise um 16.00h behalten, da nutze ich gerne die verbleibende? Zeit am Nachmittag Euch diesen Bericht und die Bilder zugänglich zu machen. Aber natürlich habe ich heute und gestern Nacht schon vorgearbeitet, so schnell geht’s dann doch nicht…

Beitragende