Sonntag, 27. Januar 2019

Bhutan – Reise ins Land des Donnerdrachens – Himalaya ganz himmlisch 27.10.2018 – 15.11.2018


Bhutan – Reise ins Land des Donnerdrachens – Himalaya ganz himmlisch 27.10.2018 – 15.11.2018

Ein Zauberreich auf dem Dach der Welt, in dem Glück Verfassungsziel ist sowie Tradition und Naturschutz Pflicht sind. Diese Einmaligkeit lässt sich Bhutan zwar teuer bezahlen, für uns war diese Reise jedoch jeden Euro wert.
Da sich Bhutan nicht direkt anfliegen lässt, haben wir uns für die Anreise über Thailand / Bangkok entschieden. Drei Nächste im Peninsula Hotel, direkt am Fluss Chao Phraya (neben dem Mekong der größte und wichtigste Fluss Thailands), der Lebensader Bangkoks, mit fantastischem Blick auf die Skyline Bangkoks. 

 
Mit dem hoteleigenen Boot auf die gegenüberliegende Flussseite und von dort mit dem Schnellboot direkt in die Stadt, das ging flott und unkompliziert und hat zusätzlich Spaß gemacht.
Bewusst haben wir uns dafür entschieden, Bangkok dieses Mal von einer anderen Seite kennen zu lernen. Bei unserem letzten Aufenthalt im Dezember 2007 hatten wir uns viel Zeit für die zahlreichen Tempelanlagen genommen. Dieses Mal standen am Ankunftsabend eine Manohra Dinner Cruise auf dem Programm
 
und am Folgetag eine Fahrradtour fernab des Großstadttrubels der Metropole Bangkok (10 Mio. Einwohner) im Stadtteil Bang Krachao. Unvorstellbar, dass nur ein paar Minuten mit dem Flusstaxi auf der anderen Flussseite
das „unbekannte“, ländliche und sehr grüne Bangkok auf uns wartete. Schmale Stege entlang der Klongs führten durch ein Labyrinth von Gärten und Plantagen.
Am nächsten Morgen fuhren wir mit unserem Guide zuerst zum Blumenmarkt, dann zum größten Markt für buddhistische Amulette und von dort weiter nach Chinatown. Dort haben wir uns am Abend dann nochmals mit ihm getroffen um in einer sehr leckeren Garküche die beliebte und uns sehr gut schmeckende Tom Yam Gung Suppe, deren Hauptzutaten Pilze und Garnelen sind, und weitere Spezialitäten zu genießen.  

 Mittwoch, 31. Oktober 2018
Heute begrüßten uns in Bhutan in Paro nach einer dreistündigen Flugzeit (Abflugzeit 06.16h!) mit einem spektakulären Landeanflug unser Führer Karma Tenzin und unser Fahrer Gopal Dahal mit einem herzlichen „Kusasangpo“. Der Startschuss für ein perfektes 4er Team für die kommenden 2 Wochen.
Da der Flughafen von Paro im Himalayastaat Bhutan von 6000 Meter hohen Berggipfeln umgeben ist, dürfen nur speziell ausgebildete Piloten diesen Flughafen anfliegen - und das auch nur bei gutem Wetter. Im Paro-Tal dreht der Pilot den Flieger um 180 Grad, um Sekunden später steil auf die nur 1964 Meter lange Landebahn zuzufliegen. Hat aber alles super gut geklappt!! 
Bhutan ist seit 1907 Königreich und Erbmonarchie
und hat seit 2008 als Regierungssystem eine konstitutionelle Monarchie. Der Staat ist administrativ in 20 Regierungsbezirke aufgegliedert, die Einwohnerzahl liegt bei ca. 720.000, wovon in der Hauptstadt Thimphu ca. 100.000 leben. Thimphu ist die einzige Hauptstadt der Welt, die keine Ampel besitzt! Vor rund zehn Jahren sollte eine Ampel auf der Hauptstraße Norzin Lam aufgestellt werden. Die Bevölkerung weigerte sich – zu viel Fortschritt, zu viel Technik. Also regelt noch immer ein Polizist per Hand den anschwellenden Strom der Autos und der Himalaya-Staat ist somit das wohl weltweit einzige Land ohne Verkehrslichter.
Amtssprache ist Dzongkha, Hauptreligion ist mit ca. 80% tibetischer Buddhismus, ca. 15% sind indische Hindus und ca. 5 % katholische Christen. Die Fläche des Landes ist mit 38.394 qkm etwas größer als Baden-Württemberg. Erst seit 1999 gibt es in Bhutan Fernsehen und die ersten Touristen kamen 1974.   Die Nationalflagge von Bhutan ist diagonal geteilt und zeigt in der Mitte einen Drachen. Der obere Teil ist safrangelb und steht für das Königshaus. Der untere Teil der Fahne ist orangerot und steht für die geistliche Gewalt des Buddhismus. Die Nationalblume von Bhutan ist blauer Scheinmohn (Meconopsis grandis) und wächst in Höhenlagen von 3.500 – 4.500 m. Das Nationaltier von Bhutan ist der Takin (Budorcas taxicolor); ein plump wirkendes Tier mit schafähnlichen Hörnern, das wir jedoch nur in einem Naturreservat hinter einem Drahtzaun sehen konnten. Der Nationalvogel von Bhutan ist der Kolkrabe (Corvus corax tibetanus), der in einer Höhe von über 4.000 m lebt. Der Nationalbaum von Bhutan ist die Himalaya-Zypresse bzw. Tränenzypresse (Cupressus corneyana). Sie ist ein immergrüner Baum, gedeiht in feuchten Wäldern in Höhenlagen zwischen 2.550 m und 3.000 m und hat eine Wuchshöhe von bis zu 30 m. Nationalsport ist seit dem UN Beitritt 1971 das Bogenschießen. Martin und ich haben unsere ersten Versuche in dieser Sportart in Gangtey mit Choki unternommen, wobei Martins Pfeile eindeutig die längere Weite hatten, aber meine dem Ziel dennoch näherkamen!



Bhutan ist kein günstiges Reiseland und nicht mit europäischen oder anderen asiatischen Ländern vergleichbar. Ein Urlaub in Bhutan kann nicht, wie in anderen Ländern möglich, selbst organisiert werden. Der bhutanische Staat schreibt vor, dass der Urlaub von einer Agentur gebucht werden muss. In Bhutan dürfen sich Urlauber auch nicht alleine bewegen, sondern haben immer einen Fahrer und eine englischsprechende Reiseleitung – in unserem Fall unser Guide Karma Tenzin - an ihrer Seite. Als Normalgebühr werden für die Einreise bei Unterbringung in 3*Unterkünften mit Vollpension 250 USD pro Person und Tag angesetzt. Hiervon fließen 65 USD an den Staat und werden für kostenlose Bildung und Erziehung sowie Straßenbau usw. verwendet. Den verbleibenden Betrag 185 USD erhält die lokale Reiseagentur. In der Nebensaison verringert sich die Mindestgebühr um 50 USD, in der Hauptsaison erhöht sie sich auf 280 USD. Da wir uns für komfortablere Unterkünfte und eine Privattour entschieden hatten, war unser Reisepreis entsprechend teurer. Einzig Besucher aus Indien bilden hier die Ausnahme, für sie fallen diese Gebühren nicht an und sie brauchen für die Einreise auch kein Visum. 
Die Topographie Bhutans ist vom Himalaya geprägt. Etwa 80 % des Landes liegen über 2.000 m Höhe. Bhutan gehört damit zu den höchstgelegenen Ländern der Erde. Der höchste Berg ist der 7570 m hohe Gangkhar Puensum, der weltweit höchste unbestiegene Berg. Seit 1994 ist das Bergsteigen oberhalb von 6000 m in Bhutan gesetzlich verboten, da die Bevölkerung in den hohen Gipfeln den Aufenthaltsort der Götter sieht. Die Baumgrenze liegt mit etwas über 4000 m auf dem doppelten Niveau zu unseren Wäldern.
Einige der von uns besuchten Pässe lagen 3.000 m bis 4.000 m hoch; wir haben in Paro mit ca. 2300 m begonnen und uns dort langsam für unsere geplanten sportlichen Aktivitäten in weiteren Höhen akklimati-siert.
Der Transfer bis zu unserem Hotel UMA COMO Paro dauerte nur 10 Minuten und als freudige Überraschung stellte uns das Hotel bereits für die ersten 2 Tage statt unserem gebuchten Zimmer eine one bedroom Villa mit Privatbutler (Ms. Dolma) zur Verfügung.
Und dann ging’s mit Karma auch schon auf erste Erkundungstour: Stadtbesichtigung in Paro

sowie des im Jahre 1525 erbauten Druk Choeding  Lhakhang Tempels. Hier waren heute besonders viele Menschen, es war Feiertag im buddhistischen Kalender und für uns die besondere Gelegenheit, von seiner Eminenz Hay Phug Rinpoche eine Segnung im Tempel zu erhalten.   
Donnerstag, 01. November 2018 
Heute haben wir mit Karma unsere erste Wanderung in den Wäldern oberhalb der Stadt Paro unternommen und sind dabei am Zurig Dzong und Rinpung Dzong vorbeigekommen. Unsere gute Konstitution und erprobte Geländegängigkeit waren uns dabei sehr hilfreich.
Nach unserer Rückkehr ins Hotel habe ich gerne das Angebot einer Yogastunde unter Anleitung eines indischen Arztes angenommen und Martin hat sich im Dampfbad entspannt.
Unser Fahrer Gopal hatte sich bereits heute mit unserem sehr komfortablen und neuen Fahrzeug auf den Weg nach Bumthang gemacht. Diese Strecke haben wir wegen der sehr schlechten Straßenverhältnisse am nächsten Morgen mit dem Flugzeug zurückgelegt und uns gefreut, dass Gopal uns dort wohlbehalten abgeholt hat.
Freitag, 02. November 2018
Bumthang ist der Name einer Region, die vier Täler sowie die Stadt Jakar umfasst. Unser Hotel Amankora Bumthang lag auf 2580 m inmitten des Bumthang Tals und war ein sehr guter Ausgangspunkt für unsere erste Fahrradrundtour durch das Chokhor Valley bis zum Jamba Lhakang Tempel, der als einer der ältesten Tempel Bhutans gilt und wo wir das erste Mal eine Gebetsmühle gedreht haben.
Von dort querfeldein
zur ersten (von vielen) auf beiden Seiten mit Gebetsfahnen gesäumten Hängebrücke,
und von dort mit einem kurzen Zwischenstop in der von einem Schweizer betriebenen Käseproduktion und einer Stadtbesichtigung zurück in unser Hotel.
Samstag, 03. November 2018 
Unser gestriger erster Fahrradausflug hatte uns so viel Freude bereitet, dass wir uns für heute mit Karma individuell für eine Mountainbiketour im Tang Tal entschieden haben. Die Temperaturen waren am Morgen noch empfindlich kalt, aber wir waren ja glücklicherweise für alles gut gerüstet. Die ersten Kilometer haben wir mit dem Auto zurückgelegt und den im 14. Jahrhundert erbauten Tang Rimochen Tempel und das Tang Ogyen Choling Musuem, in dem wir uns mit einem Kaffee und Tee etwas aufgewärmt haben, besucht.





Die Luft dünn und kalt – aber welch wunderbare Idylle!!

Nach unserer Rückkehr in unserem Zimmer im Amankora Bumthang ein wärmendes Feuer im Ofen, ein weiterer Tee mit etwas Gebäck, ein Besuch um Dampfbad, ein leckeres Abendessen am offenen Kamin und beim Zubettgehen eine Wärmflasche im Bett … Verwöhnprogramm im XXL-Format.
Sonntag, 04. November 2018 
Heute haben wir das Ura Tal (Ura Lhakhang), das kleinste, höchste und am weitesten östlich gelegene der Bumthang-Täler besucht. Eine Wanderung vom Ura Pass 3350m

 brachte uns ins Dorf Ura (3130m).


Dort haben wir uns durchgefragt, welche Familie aktuell den für 1 Jahr hinterlegten Schlüssel des Tempels in ihrer Verwahrung hat. So kamen wir zu Ama Pema in ihrem Farmhaus, die uns eine kurze Führung durch ihr Haus gegeben hat, in dem auch ihre Enkelkinder leben. Diese versorgt sie tagsüber während der Berufstätigkeit ihrer Mütter. Für die Kinder waren wir eine Attraktion und sie haben sich über unsere Kekse, die wir mit ihnen geteilt haben, gefreut.  



Danach hat uns Ama Pema zum Tempel begleitet um diesen gerne für uns aufzuschließen.
Montag, 05. November 2018
Heute hieß es nach 3 Nächten schon wieder Abschied von Bumthang nehmen um über Trongsa, Ta Dzong, Chendebji Chorten und den Pele La weiter ins Phobjikha Tal zu fahren. Verabschiedet wurden wir  am frühen Morgen im Amankora durch einen Mönch mit einer Segnungszeremonie für eine gesunde und glückliche Weiterreise. Wegen der schlechten Strassenverhältnisse sind wir sehr früh aufgebrochen und haben nach ein paar Fotostops u.a. am Yotong La (Pass 3436m) am späten Vormittag Trongsa Dzong sowie den Wachturm Ta-Dzong mit Museum erreicht.




Dort haben wir im Restaurant, das einem Verwandten von Karma gehört, unser Lunchpaket ausgepackt und uns für die weiterhin spektakuläre Weiterfahrt über den Pele La Pass 3396 m nach Gangtey gestärkt.
 


Dienstag, 06. November 2018
Die nächsten 3 Nächte verbrachten wir in der Gangtey Geonpa Lodge, mit 3060 m die am höchsten gelegene Unterkunft. Das hat uns aber nicht davon abgehalten, auch hier mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Bei strahlendem Sonnenschein war unser erstes Ziel das im 17. Jahrhundert erbaute Kloster, in dem auch heute noch eine Mönchsschule untergebracht ist und das wir schon vor dem Frühstück von unserer Hotelterrasse erblickt hatten.

Von dort weiter mit dem Fahrrad zum Naturreservat, in dem sich auch das Informationszentrum für Schwarzhalskraniche befindet. Im Phobjikha Tal überwintern von Oktober bis Februar jährlich die aus Tibet kommenden „Vögel des Glücks“ oder „Himmelsvögel“ wie sie auch genannt werden. Obwohl die Kraniche dieses Jahr lange auf sich warten ließen, hatten wir das Glück knapp 20 von ihnen zu beobachten. Von dort weiter mit dem Fahrrad bis zum Beginn eines wunderschönen Wanderpfads, der nur zu Fuß zurückgelegt werden darf. Im ersten Moment fanden wir das schade, aber unterwegs haben wir schnell bemerkt, dass sich die Wegbeschaffenheit keineswegs fürs Fahrrad geeignet hätte. Also haben wir den Rückweg bis zur Lodge bei einer sehr abwechslungsreichen Wanderung zurückgelegt. Am Nachmittag hat uns Choki in die Kunst des Bogenschießens eingeführt und anschließend haben wir in der Grundschule den Kindern bei den Proben des knapp 2 Wochen später stattfindenden Schwarzhalskranich-Festivals zugeschaut.
Mittwoch, 07. November 2018

Auch heute wollten wir mit dem Fahrrad unterwegs sein und haben unsere anspruchsvollste und längste Tour unternommen. Wir starteten direkt an der Gangtey Lodge durch eine sehr ländliche Gegend mit wenigen Häuseransammlungen über kleine Dörfer immer Richtung Südost. Unterwegs haben sich in Kingathang (Kilkhorthang) die Kinder gefreut, dass Martin sie – zumindest die mutigen - ein Stück auf dem Fahrrad mitnahm.
Farmer haben ihre Ernte an diversen Gemüsen zum Weiterverkauf an den in der Dorfmitte wartenden weiteren Händler gebracht. 

Außerdem haben wir den Tempel des auf der Strecke liegenden neu erbauten Nonnenklosters besucht.
Nachdem die Wege immer unbefestigter, steiniger und steiler wurden und somit auch nicht mehr wirklich gut befahrbar waren, war ich froh, dass wir kurz vor Erreichen unseres Tagesziels, das wir aber schon sehen konnten, die Rückfahrt angetreten sind.
Donnerstag, 08. November 2018
Heute war fahrradfrei und wir sind bei traumhaftem Wetter und reizvoller Landschaft mit dem Auto vom Phobjikha Tal weiter nach Punakha gefahren.



Das Gebiet um Punakha liegt mit 1200m sehr tief und in der subtropischen Klimazone gedeihen Bananenstauden, Orangen- und Mandarinenbäume und viele andere schmackhafte Früchte sowie Gemüsesorten.

Eine Wanderung führte uns bei sehr warmen Temperaturen zum Tempel Chimmi Lhakang



und danach hatten wir die Möglichkeit im Garten der wunderschönen Anlage des Nonnenklosters Sangchhen Dorji Lhuendrup nunnery mit nepalesischer Stupa und traumhaftem Blick unser Picknick einzunehmen.


 

Unsere Unterkunft in Punakha war nach Paro die zweite Uma Como Lodge (eröffnet 2013). Auch hier kamen wir statt des gebuchten Zimmers in den Genuss unseres eigenen kleinen Häuschens mit Privatbutler Mr. Wangchuk. Sowohl der Blick direkt vom Bett als auch von der Terrasse vor dem Wohnzimmer auf den Fluss Punakha und viel sattem Grün. Einfach zum Zeitanhalten und Wohlfühlen!

 
 Freitag, 09. November 2018
Heute standen Fahrradfahren und Wandern im Wechsel auf dem Programm. Morgens mit dem Fahrrad von der Lodge bis zur Aman Brücke und von dort weiter per Wanderung zum auf der Höhe liegenden Khamsum Yulley Namgyal Chorten.

Der Weg führte durch Farmland und entlang einiger einzelner Häuser immer weiter den Berg hinauf. Warm war es heute, da kamen wir und die Arbeiter auf den Feldern ins Schwitzen. Oben angekommen hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf das Tal und den Fluss.

 
Bei unserer Rückkehr erwartete uns unser freundlicher Fahrer Gopal mit einer kleinen Stärkung, bevor wir uns wieder auf die Fahrräder geschwungen haben.
Unsere Nachmittags-Fahrradetappe führte durch den Jigme Dorji National Park über die Siedlung Rimchha Richtung Gasa mit der Idee und dem Ziel dort auf einer schönen Lichtung eine Kaffeepause einzulegen. Das Tal wurde immer enger, die Bäume immer höher und die Vegetation immer dichter. Dadurch gab es auch immer weniger sonnige Plätzchen, sodass wir entschieden, lieber wieder zurückzufahren und dort einen geeigneten Platz für unsere Pause zu finden. Unser Führer Karma kannte eine gastfreundliche (leider früh verwitwete) Frau, vor deren Haus wir es uns in der Sonne gemütlich machen konnten.
 
Das war sehr schön und von dort auch nicht mehr weit zurück zu unserer Lodge. Heute legten wir mit dem Fahrrad 40 km mit einigen Steigungen zurück, ein sportlicher und sehr abwechslungsreicher Tag. 


Samstag, 10. November 2018 

Bei einem Aufenthalt in Punakha ist die Besichtigung des im 17. Jahrhundert erbauten Punakha Dzongs obligatorisch. Punakha war bis 1955 die Hauptstadt von Bhutan. Heute noch ist der Punakhadzong die Winterresidenz des Je Khenpo, dem spirituellen Führer Bhutans, zusammen mit 1000 Mönchen.




Aktuell waren dort die Besuchszeiten sehr eigeschränkt, sodass Karma unseren Tagesplan darauf ausrichtete, dass wir am Nachmittag nach unserer Radtour und Wanderung dorthin wieder zurückkehren. Wir starteten im Uma Como mit dem Fahrrad bis zum Parkplatz hinter dem Friedhof, auf dem gerade eine Verbrennungszeremonie stattfand. Während Gopal unsere Fahrräder im Auto verstaute, machten wir uns bereits auf zu unserer 3 stündigen Wanderung entlang des Pho Chu Flusses. Auf diesem Fluss ist Rafting sehr beliebt. Da es ein Samstag am Wochenende mit sehr schönem und warmem Wetter war, machten auch viele Einheimische einen Ausflug dorthin. Unser Weg führte uns auch zur längsten Hängebrücke Bhutans und von dort weiter bis zum Dorf Samdingkha. 



Eine abwechslungsreiche und teilweise auch anspruchsvolle Strecke durch Wald, dann wieder mit freiem Blick auf den Fluss und der einzigen Begegnung mit 2 Menschen, die ihr Vieh am Fluss tränkten.
Am Ziel erwartete uns Gopal mit Kaffee, Tee und Snacks und dann gings‘ auch schon wieder aufs Fahrrad um rechtzeitig zur Öffnung des Dzongs via der kleinen Stadt Khuruthang zurück in Punakha zu sein. Unser Zeitplan ging auf, obwohl ein Reifen meines Fahrrads ein paar wenige Kilometer vor dem Ziel nach dem Überfahren einer Brücke komplett die Luft verlor. Das war jedoch die einzige nennenswerte Panne während der ganzen Zeit. Auch dass wir unfallfrei alle Herausforderungen gemeistert haben, erfüllt uns mit Glück und Dankbarkeit.
Sonntag, 11. November 2018
Heute ging unsere Reise nach 3 Nächten in Punakha weiter über den Dochu La Pass zur Hauptstadt Thimphu. Auf dem 3125 m hohen Dochu La hängen nicht nur hunderte Gebetsfahnen in den Tannen und Rhododendren. Hier wurden im Jahr 2005 auf einer Verkehrsinsel vor einer traumhaften Gebirgskulisse 108 rechteckige Chörten errichtet, die an die 108 Bücher/Kapitel der Lehre Buddhas erinnern sollen.  

Nach unserer Ankunft in Thimphu haben wir die mit 51 m größte und höchste Buddha-Statue (Dordenma) der Welt besucht. Im Buddha selbst befinden sich 100.000 kleine 20 cm hohe und weitere 25.000 27 cm große Statuen. Alle aus Kupfer und mit Gold überzogen, ein von Sponsoren finanziertes Mehrmillionenprojekt, der wichtigste kommt aus Hongkong. Der Platz davor ist so groß, dass 4 Helikopter landen könnten, der Blick von hier oben exzellent in den nördlichen und südlichen Bereich der Stadt.


 


Von dort in die Stadt zur Markthalle mit Gemüsemarkt und Mittagessen im Momo Corner. Die Spezialität sind Momos, kleine Teigtaschen mit wahlweiser Füllung, vergleichbar mit den russischen Pelmeni. Das Lokal stark überfüllt mit Imbisscharakter, aber sehr beliebt, weil lecker.

Gut gestärkt zur nächsten Sehenswürdigkeit im Stadtteil Motithang, das Royal Takin Preserve, ein Naturschutzgebiet für Takine, das Nationaltier von Bhutan und weiterer Tiere. Diesen kurzen Ausflug verbuchen wir unter Spaziergang nach dem Mittagessen. Die Anlage ist in einem recht schlechten Zustand und ähnelt eher einer traurigen kleinen Zooanlage, in der man die Tiere nur aus weiterer Entfernung hinter hohen Drahtzäunen sehen kann.

Dafür war unser Besuch im Zentrum der Hauptstadt (ca. 100.000 Einwohner) weitaus interessanter. Reges Treiben auf den Straßen, sowohl mit Autos als auch Passanten. Martin hatte es vor unserer Abreise nicht mehr zum Friseur geschafft und hier bot sich die Möglichkeit. Karma wusste sofort den richtigen Ort und der preiswerte Friseurbesuch mit wirklichem gutem Ergebnis war sowohl für uns als auch die weiteren wartenden Kunden die Sensation des heutigen Sonntags.


Übernachtet haben wir im Taj Tashi Hotel, dem Reiseführer zufolge wohl eine der teuersten Adressen der Stadt. Im Vergleich zu unseren bisherigen Unterkünften ein riesiges Hotel (66 Zimmer) mit einem Hauch von Internationalität und einer Mischung aus Dzong Architektur und modernem Design. Sehr schön für eine Übernachtung, aber natürlich mit weitaus weniger persönlichem Charme als unsere kleinen Lodges, die wir alle sehr geliebt haben. Für die letzten 2 Nächte durften wir uns ja nochmals auf unsere kleine Villa im Uma Como in Paro freuen. Auch für eine wohltuende Massage mit moderaten Preisen wusste Karma in Thimphu die richtige Adresse und hatte für uns eine Reservierung in einem dem Hotel nahegelegenen Massageinstitut vorgenommen. Ein Tag mit Kontrastprogramm: vom mediterranen Punakha kommend über den 3125 m hohen Dochu La in die quirlige Hauptstadt mit Haarschnitt und Massage!
Montag, 12. November 2018

Die heutige Weiterfahrt nach Paro war nur eine kurze Strecke, sodass am Vormittag noch genügend Zeit blieb um das Textilmuseum, die Schule für Kunsthandwerk und eine Fabrik für Papierherstellung zu besuchen. Im National Institute for Zorig Chusum müssen die Schüler 6 Jahre ihr Handwerk Schnitzen, Malen, Weben, Nähen oder Töpfern erlernen. Alle sind sehr diszipliniert und konzentriert bei der Sache und die Lehrer stehen mit Rat und Tat den Schülern zur Seite.


Unsere Idee war, im der Kunstschule angegliedertern Geschäft auch eine der dort hergestellten Waren käuflich zu erwerben. Die Skulpturen eigneten sich aufgrund der Größe und Zerbrechlichkeit nicht zum Mitnehmen und die Kiras, die die bhutanischen Frauen tragen, waren für meine Körpergröße nicht passend. Also blieb nur der Weg ins Stoffgeschäft und in Paro zum Schneider. Nach dem Besuch der Papierfabrik



und Mittagessen in einem typisch bhutanischen Lokal


ging’s zurück nach Paro. Dort erwartete uns bereits Dolma, die auch schon bei unserer Ankunft für die ersten 2 Tage für unsere Betreuung im Resort zuständig war. Sie hatte bereits meine Pfefferminzblätter für den Tee im Kühlschrank deponiert und unser Häuschen war angenehm warm. Bemerkenswert, dass sie diese Wünsche schon vorbereitet hatte.
Dienstag, 13. November 2018

Heute erwartete uns zum Ende unseres Bhutanaufenthalts ein wahrer Höhepunkt: der Aufstieg zum berühmten Tatshang Goemba, besser bekannt als „Tiger’s Nest“ (3125m). Während der Anreise sieht man schon von weitem die Gebäude hoch oben in einem Felsen an der nördlichen Talwand.
Trotz der frühen Uhrzeit warteten auf dem Parkplatz schon unzählige Souvenirverkäufer und Anbieter für einen Ritt der ersten Stunde des Aufstiegs auf dem Rücken eines Maultiers.  

Auch Stützstöcke können gekauft oder gemietet werden, aber wir waren und sind von guter Kondition und unsere Wanderstöcke hatten wir ja als Basisausrüstung immer im Auto dabei. Der Aufstieg führte durch einen lichten, flechtenbehangenen Kiefern-Eichenwald mit zahlreichen Rhododendren im Unterwuchs, geschmückt mit zahlreichen Gebetsfähnchen.  


Ja, der Aufstieg war staubig, steil und anstrengend und die Wegbeschaffenheit erforderte eine hohe Konzentration, den Löchern auszuweichen und die richtigen Trittstellen zu wählen. Eine kleine Trinkpause zwischendurch und an der Cafeteria auf 2950m eine letzte kleine Pause bevor man nach einem weiteren kurzen Aufstieg eine Quelle und ein Gästehaus des Klosters erreicht. Vom Aussichtspunkt 3140 m hat man einen sehr schönen Blick auf das Kloster.






Danach folgte der schwierigste Abschnitt des Weges: eine enge und steile Treppe hinunter zur Brücke über den Sturzbach, an der Schneelöwenhöhle (Singye Pelphu Lhakhang) vorbei und auf dem Stufenweg hinauf zum Klostereingang.

 





Dort müssen Handy, Foto, Kamera und Rucksäcke abgegeben werden und Tascheninhalte werden kontrolliert.

Nach all diesen schönen Erlebnissen durften wir uns heute noch zusätzlich auf eine Massage in unserem Häuschen als Geschenk des Veranstalters freuen. In unserer Villa gab es dafür einen eigenen Raum mit Massageliege, die zweite brachten unsere Masseurinnen mit.



Ein letztes Abendessen im Uma Como um am nächsten Morgen früh von Gopal und Karma an den Flughafen gebracht zu werden. Ein wunderschöner Trip in einem unschlagbaren Team mit eindrucksvollen Erlebnissen und unvergesslichen Momenten näherte sich seinem Ende. Kein Wunder, dass wir alle vier am Flughafen beim leicht wehmütigen Abschied feuchte Augen hatten…

Mittwoch, 14. November 2018


Da unser Flug von Paro nach Bangkok früh am Morgen war und unser Rückflug nach Frankfurt erst kurz vor Mitternacht, waren wir in Bangkok im Flughafen nahe gelegenen Golf Resort Le Meridien in einem Tageszimmer eingebucht. Das ermöglichte uns zumindest zu duschen und tagsüber etwas auszuruhen. Bei den im Vergleich zu Bhutan in Bangkok herrschenden heißen Temperaturen mit hoher Luftfeuchtigkeit war das klimatisierte Zimmer eine angenehme Variante. Alle Flüge und Transfers ohne Schwierigkeiten, einzig unser Gepäck konnte nicht zur Enddestination eingecheckt werden, sodass wir in Bangkok unser Gepäck abholen und auch wieder einchecken mussten. Nach unserem Nachtflug und Bahnweiterreise kamen wir am Donnerstagmorgen wieder in Karlsruhe an. Gut, dass wir noch ein paar Tage Eingewöhnung hatten, der Unterschied zwischen unserer Reise in Bhutan und unserem Leben in Deutschland ist beträchtlich!
Am 01. Dezember haben wir in der Kulisse in Ettlingen eine Live-Reportage von und mit Pascal Violo besucht. „Himalaya – Gipfel, Götter, Glücksmomente“ haben uns nochmals eintauchen lassen in die mystische Welt des Himalaya. Pascal Violo hatte sich genau wie wir im letzten Himalaya Königreich Bhutan auf die Suche nach dem Glück begeben: über Pässe und Berge und durch abgelegene Dörfer, aber vor allem zu den Menschen dieser einzigartigen Region.
Diese Reise war so besonders und eindrucksvoll, dass ich mir zwischenzeitlich eine Tasche selbst gestaltet habe mit Fotos dieser Reiseerlebnisse, sodass sie mich auch noch weiter im Alltag begleiten!


 















 













 













































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































 
























 

 

































































































































































































 



































 












Donnerstag, 30. August 2018

Ungarn Plattensee mit dem Fahrrad 30.06.2018 – 11.07.2018


Ungarn Plattensee mit dem Fahrrad 30.06.2018

– 11.07.2018

Mit dem Fahrrad am Balaton entlang

Schon lange stand Ungarn auf unserer Reiseliste und bereits letztes Jahr im Herbst haben wir uns für eine Fahrradreise in Ungarn entschieden. Da für mich lange Autofahrten eher unangenehm und lästig sind, haben wir zu diesem früheren Zeitpunkt auch unsere Flüge nach Budapest gebucht. Mit der kurz danach eingetretenen Insolvenz von Air Berlin mit ein wenig Unbehagen, aber zum Glück hat Eurowings diese Flüge übernommen und es gab keinerlei Schwierigkeiten mit der An- und Abreise. Auch mit unserem „Fahrradpaket“ von bikeholidays.hu (Sandor Kakuk) mit Fahrrädern, Kartenmaterial, Tickets für die Fähren und dem 4*Hotel Silverin Lake Resort in Balatonfüred als Ausgangspunkt waren wir zufrieden. Einzig unser Superior-Zimmer entsprach nicht ganz unserer Erwartung dieser Kategorie, aber das ist wohl eher dem Umstand geschuldet, dass hier keine deutschen Maßstäbe anzusetzen sind. Wir haben uns arrangiert und die letzten 4 Nächte sind wir aufgrund eines Wasserrohrbruchs, bei dem auch unser Zimmer betroffen war, in eine Panoramasuite umgezogen. Dort hat es uns dann viel besser gefallen und für die ersten Tage entschädigt.

Radfahren und Relaxen am „Ungarischen Meer”, dem größten See Mitteleuropas. Eine bunte Mischung aus Kultur, Natur, Wein und Wellness...
Man hat das Gefühl, die Zeit wäre stehen geblieben. Ein wenig verschlafen scheinen die Winzerdörfer in den besten Weinregionen des Balatons, man fühlt sich weit entfernt von Hektik und Stress. Durch Nationalparks, zwischen Rebstöcken und zahlreichen Weinkellereien und zu wichtigen historischen Sehenswürdigkeiten der Balaton Region führten uns die unterschiedlichen Tagestouren.
Uns standen als Vorschlag 6 unterschiedliche Tourenvorschläge mit dem dazugehörigen Kartenmaterial entlang des ca. 210 km langen, meist gut ausgeschilderten Radwegs um den Plattensee zur Verfügung. Die Touren verliefen überwiegend auf dem mit grünen Hinweisschildern ausgewiesenen "BALATONI KÖRÚT", der 2004 fertig gebaut wurde, sowie auf verkehrsarmen Nebenstraßen.
Abwechselnd durch Orte und Wohngebiete, dann wieder am Ufer des Plattensees entlang, oftmals kilometerlang ohne nennenswerte Anstrengungen, gepaart mit kurzen, aber dafür steilen Anstiegen, besonders am Nord- und Ostufer. Lebhafte Badeorte, Yachthäfen, Weinberge und nette Einkehrmöglichkeiten – jeden Tag gab es neues zu entdecken. Die einzige Herausforderung war sich im Vorfeld nach den Uhrzeiten der Fähren für die Überquerung des Sees und der Bahn für die Rückfahrt zu erkundigen, die leider nicht immer aufeinander abgestimmt sind.
1. Fahrradtag – Sonntag 01. Juli 2018 Tour Halbinsel Tihany – Südufer ca. 60 km
Von Balatonfüred bis zur 12 km² großen Halbinsel Tihany, die mit ihren denkmalgeschützten Fischerhäusern unter Naturschutz steht. Tihany reicht 5 km in den See hinein, ist 5 km lang und 3,5 km breit und seit fast 1000 Jahren bewohnt. Das Wahrzeichen von Tihany ist die hoch über dem Balaton liegende Kirche der Benediktinerabtei, ein kulturhistorisches Kleinod von deren Plateau hinter der Abtei sich ein sehr schöner Ausblick auf den See und die Gegend bietet.
Diese haben wir heute nicht besucht, sondern auf unserer Tour am Montag, 02. Juli 2018, auf dem Weg nach Badacsony, erkundet.
Stattdessen brachte uns unsere erste Fähre von Tihany zum Südufer nach Szántód und von dort mit dem Fahrrad am Ufer entlang durch eine der beliebtesten Ferienregionen Ungarns bis Balatonlelle.
Wegen der doch etwas recht knappen Zeit für die Rückfahrt bis Balatonföldvár – um dort die Fähre zu erreichen - haben wir uns in Balatonlelle nicht aufhalten können. Von Balatonföldvár mit dem Linienschiff zurück nach Tihany und dort Umstieg in das nächste Schiff nach Balatonfüred. An diesem Tag haben wir unsere Jacken nur ab und an beim Fahrradfahren ausgezogen, es war freundlich, aber gerade auf der Fähre und dem Schiff doch eher frisch.
 
2. Fahrradtag – Montag 02. Juli 2018 zum Weinberg Badacsony – Nordufer ca. 50 km – zurück nach Balatonfüred mit dem Zug
Badacsony ist der größte Weinberg am See, den wir auf dem gut ausgebauten Radweg entlang am Nordufer erreicht haben.
Auf dem Weg haben wir jedoch zuerst das Wahrzeichen von Tihany, die oben am Berg liegende Benediktinerabteikirche besucht. Wir hatten sie bereits gestern von weitem gesehen und es ist schon eine kleine Herausforderung sie mit dem Fahrrad ohne Absteigen zu erreichen.
Wir haben es geschafft und wurden mit einem herrlichen Blick auf den See und die Umgebung belohnt.
Rings um diesen vulkanisch entstandenen Berg befinden sich zahlreiche Weinlokale, die zu einem Besuch – auch uns – eingeladen haben. In Badacsony und den anderen Weinbergen in der Umgebung reifen auf den zum See blickenden Terrassen z.B. Grauer Mönch und verleihen auch anderen weitläufig bekannten Sorten wie Riesling, Sauvignon blanc und Chardonny einen besonderen Geschmack. 
Die kurze Wartezeit am Bahnhof in Badacsony hat gereicht um in einem der zahlreichen Eisstände, an denen die Leute fast rund um die Uhr Schlange stehen, ein Eis in der Waffeltüte zu kaufen. Die Auswahl der Eissorten ist riesig und das Eis schmeckt wirklich köstlich. Auch wir gehörten in den Folgetagen zu den in der Schlange stehenden Eisliebhabern.
Bahnfahren ist in Ungarn sehr populär und zu den Fähren und Schiffen vergleichsweise günstig im Preis. Die Bahnen sind jedoch auch größtenteils sehr alt und schmutzig, aber wir haben dieses Transportmittel dennoch gerne und oft genutzt.
Fahrräder kosten immer extra – unabhängig vom Wochentag (in Deutschland können Fahrräder am Wochenende und an Feiertagen kostenlos mitgenommen werden), und wir haben generell Zuschläge für Schnellzüge?! bezahlt.
Die Züge sind schon sehr in die Jahre gekommen, machen in jedem Ort Halt und waren für uns von der Geschwindigkeit eher mit Regionalbahnen vergleichbar. Es kommt bei jeder Fahrt ein Fahrkartenkontrolleur, aber ich hatte ja immer im Bahnhof die erforderlichen 6 Tickets (pro Person je 1 für die Bahnstrecke + 1 fürs Fahrrad + 1 für Schnellzug) gekauft.
3. Fahrradtag – Dienstag 03. Juli 2018 - am Ostufer entlang über Balatonkenese bis Siófok – mit dem Linienschiff zurück nach Balatonfüred -  Fahrradstrecke ca. 50 km 
Der überwiegende Teil der heutigen Fahrradstrecke führte entlang des Ost- und Nordufers.
Am Steilufer von Balatonkenese und Akarattya konnten wir den Plattensee über seine gesamte Länge überblicken.
Bei einer unserer morgendlichen Trinkpausen
habe ich entgegen meiner sonstigen Handhabung und wohl eher einer Eingebung folgend mein IPhone auf Nachrichteneingänge geprüft. Unsere umsichtigen Nachbarn, Familie Neher, die unter uns wohnen, hatten morgens um 06.00h festgestellt, dass von unserer Terrasse zur Lorenzstrasse für ca. 15 Minuten in hohem Bogen Wasser kam. Sie wollten uns nicht beunruhigen, aber da sie uns im Urlaub vermuteten, zumindest informieren. Dafür waren und sind wir ihnen sehr dankbar, so konnte mein Bruder Thomas am Abend durch Abstellen der Wasserzufuhr dem Problem für die Folgetage ein Ende setzen. Bei unserem Bewässerungssystem für unsere Kübelpflanzen war ein Kupplungsstück kapputt gegangen und hatte die unkontrollierte Wasserverteilung verursacht.
Unser heutiges Tagesziel war die Stadt Siófok, die „Sommer“hauptstadt Ungarns, die wegen der berühmten Uferpromenade mit zahlreichen Biergärten, Discos und Restaurants auch bei jungem Publikum sehr beliebt zu sein scheint. Auch wenn ich noch nie am „Ballermann“ war und nur vom Erzählen, Fotos und Fernsehberichten kenne, so kam für mich diese „Vergnügungsmeile“ in Siófok der Schinkenstraße in Palma doch sehr nahe?!
Wir suchten ein etwas außerhalb dieses Bereichs liegendes Lokal mit Außenterrasse – die dort angebotene selbst gemachte Limonade „CITROM“ hat mir so gut geschmeckt, dass ab sofort dieses Getränk während unseres Urlaubs zu unseren Favoriten gehörte.
An unseren Mietfahrrädern waren praktischerweise Satteltaschen angebracht, sodass wir auch immer 2 Liegetücher dabei hatten. Der in Siófok frei zugängliche Liegebereich direkt am See mit Wiese und schattenspendenden Bäumen hat uns an diesem Tag zu einer Entspannungspause mit kurzem Mittagsschläfchen eingeladen.
 Zurück ging’s heute mit dem Linienschiff von Siófok nach Balatonfüred.

4. Fahrradtag – Mittwoch 04. Juli 2018 – eigene Route nach Tihany und Umland mit „Berg“etappen
Unsere heutige Tour führte uns über Tihany mit eigener Streckenführung ins hügelige Umland.
Tihany ist seit 1952 Landschaftsschutzgebiet u.a. mit Mandelbäumen und Lavendelfeldern. Umso erstaunlicher, dass die in den zahlreichen Souvenirgeschäften angebotenen Lavendelprodukte aus Frankreich kommen. Zum Kauf hat mich diese Erkenntnis nicht animiert, aber zum Schauen allemal.
Da unsere Fahrräder zwar Satteltaschen, aber keine Tachometer hatten, kann ich weder zur Geschwindigkeit noch zu den zurückgelegten Kilometern eine Angabe machen, bestimmt war es unsere kürzeste, aber auch eine der anspruchsvollsten Etappen.
Unser Hotel hatte einen Wellnessbereich mit Innenschwimmbad und Außenpool und einem finnischen Saunahaus im Garten mit Blick beim Schwitzen auf Garten, Außenpool und See. Die Sauna haben wir fast täglich nach der Rückkehr vom Fahrradfahren besucht und uns auch zur Massage eingebucht. Das hat richtig gutgetan.
Und wenn es das Wetter und die Temperatur erlaubt haben, haben wir im Garten unseres Hotels gefrühstückt und zu Abend gegessen.
5. Fahrradtag – Donnerstag 05. Juli 2018 – eigene Route von Balatonfüred nach Veszprém und zurück – ohne Umwege ca. 50 km
Heute hatten wir die Idee, zur etwas größeren Stadt Veszprém mit dem Fahrrad zu fahren, durch die wir mit dem Auto bereits bei unserer Anreise gekommen waren.
In unserem Kartenmaterial hatten wir uns auch eine schöne Strecke ausgesucht, etwas hügelig, aber dafür abwechslungsreich und für uns durchaus gut machbar.
Irgendwie haben wir bereits kurz nach Balatonfüred den richtigen Einstieg verpasst und uns in der eigenen Orientierung etwas überschätzt. Eine Beschilderung gab es gar keine mehr, was wir ja als eindeutiges Signal für uns hätten wahrnehmen können.
Wir sind auf wenige Häuseransammlungen getroffen und auf Wegen gelandet, die so klein und schmal waren, dass sie weder auf der Karte eingezeichnet waren noch das IPhone uns ohne weiteres den Weg zurück in die Zivilisation zeigte. Lediglich die Grobrichtung – aber das war auch schon hilfreich. Rückblickend wäre es wesentlich einfacher gewesen, das erste Stück wieder zurück zu fahren und die Tour nochmals neu zu starten – aber vielleicht erinnern wir uns an diesen guten Ratschlag bei einer zukünftigen ähnlichen Situation.
Also haben wir uns erst mal etwas gequält, und bei einer aus dem Nichts auftauchenden Baustelle eines Weges in Geduld geübt bis wir diese passieren konnten. Aber wir hatten zum Glück genügend Wasser zum Trinken dabei, weil eine Möglichkeit für Nachschub gab es auf dieser Strecke erst mal nicht. Dafür frei weidende Kühe, Kiefernwälder und in „sehenswerter“ Badebekleidung in den Gärten arbeitende Frauen.
Und dann haben wir irgendwann auch Veszprém erreicht. Wie fern der Realität war meine Erwartung, was es dort alles zu erkunden und entdecken gilt. Aldi, Lidl, Rossmann und einige der in Deutschland zu findenden Foodketten….und diese Geschäfte gab es auch alle in Balatonfüred … einzig die nach Business aussehenden Menschen, die dort außer den Touristen unterwegs waren, ließen darauf schließen, dass es hier auch Industrie und Gewerbe gibt und Veszprém eher keine reine touristische Stadt ist.
Nach dem Auffüllen unseres Trinkvorrats haben wir unsere Rückfahrt auf der ursprünglich angedachten Route angetreten und haben im Industriegebiet von Veszprém u.a. auch eine große Produktionsstätte von Haribo und einiger unserer ungarischen Kunden wahrgenommen.
6. Fahrradtag – Freitag 06. Juli 2018 – eigene Route von Balatonfüred über Csopak / Paloznak / Balatonalmádi nach Balatonfűzfő und zurück ? km 
Heute wollten wir zumindest rausfinden, welches der richtige Weg nach Csopak und Paloznak gewesen wäre, den wir gestern verpasst hatten. Es ist uns gelungen und von dort sind wir über Alsóörs weiter auf dem Balaton Radweg über Balatonalmádi bis Balatonfűzfő gefahren. Die Strecke hat sehr schöne Teilabschnitte, manches Mal wird der Weg sehr schmal und von beiden Seiten mit Ästen umrankt, für mich ein Gefühl von „Dornröschenwald“.
Auch gab es immer wieder kleine und größere Häfen, die frei zugänglich sind und zu einem Abstecher einladen.
7. Fahrradtag – Samstag 07. Juli 2018 – eigene Route von Balatonfüred nach Balatonalmádi und zurück ? km
Und weil es gestern so schön auf dieser Strecke war, wollten wir heute nochmals in die gleiche Richtung bis Balatonalmádi. Aber zuvor wollten wir uns Balatonfüred etwas näher anschauen. Bisher beschränkten sich unsere Erkundungen auf den Teil rund um unser Hotel und die Hafenpromenade und die Strecke zum Bahnhof. Nachdem wir an einem der vorherigen Abende mit der kleinen Bahn bereits eine Stadttour durch Balatonfüred gemacht hatten, fiel die Orientierung nicht schwer. Leider sind alle Kirchen in Ungarn nur zu den Gottesdiensten geöffnet, sodass wir diese – auch in Balatonfüred – nur von außen anschauen konnten.
Einzig durch die zusätzliche verschlossene Gittertür konnten wir einen Blick ins Innere der römisch katholischen (roten) Kirche werfen.
Die Markthalle in Balatonfüred ähnelt vielen anderen, die wir schon gesehen haben – zuletzt in Funchal in Portugal. Die Preise für Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Blumen, Backwaren, Süßigkeiten und Haushaltswaren sind dort sogar höher als auf unseren Wochenmärkten, dennoch kaufen auch die Einheimischen gerne dort ein, vielleicht gelten für sie andere Konditionen?
Mein kleiner Einkauf beschränkte sich auf ein paar kleine süße Stückchen für unterwegs, wir waren ja im Hotel mit einem sehr reichhaltigen Frühstück und Abendessen bestens versorgt. Leider wurde der Himmel im Laufe des Tages immer dunkler und auf unserem Rückweg von Balatonalmádi knapp 3 km vor Balatonfüred öffnete der Himmel alle seine Schleusen. Also benutzten wir zum ersten Mal unsere Regenponchos aber bei der Heftigkeit, die auch sofort zur Überschwemmung der Straßen und Wege führte, war es ratsam in der nächsten Ortschaft eine Unterstellmöglichkeit zu suchen.
Die Wartezeit unter einem Dachvorsprung von mehr als einer halben Stunde war nicht sehr gemütlich. Daher beschlossen wir beim ersten scheinbaren Nachlassen wieder auf die Räder zu steigen – nass waren wir sowieso. Und nach 2 km war wohl eine Wetterschneise, hier hatte es gar nicht oder nur sehr wenig geregnet. Wenn wir das gewusst hätten!
Also sind wir am Ortseingang von Balatonfüred in einem Weinlokal, an dem wir schon mehrfach vorbeigekommen waren, in der Laube eingekehrt. 
8. Fahrradtag – Sonntag 08. Juli 2018 – Badacsony – Keszthely – Fonyód ca. 70 km
Heute sind wir sehr früh aufgestanden, war es doch eine der längsten Fahrradstrecken und zusätzlich mit der einstündigen Bahnanreise zum Weinberg Badacsony verbunden.
Für die Rückfahrt nutzten wir das Linienschiff von Fonyód nach Badacsony und von dort per Bahn zurück nach Balatonfüred.
Leider haben wir gleich nach Badacsony wohl ein Schild übersehen, sodass wir doch einige Kilometer in die falsche Richtung gefahren sind. Und das in hügeligem Gelände mit viel Gegenwind! Aber heute haben wir uns unsere Erfahrung vom Donnerstag in Erinnerung gerufen und sind die Strecke bis zum Ausgangspunkt zurückgefahren. Die daraus resultierende Herausforderung durch den Zeitverlust war eine Erhöhung des Tempos um Fonyód rechtzeitig zur Rückfahrt zu erreichen und somit die Chance zu haben, den Anschlußzug in Badacsony zu nehmen.
Auch heute war der Himmel die meiste Zeit grau, teilweise bedenklich dunkel und der Wind heftig. Das machte das Fahrradfahren anstrengend und es waren sehr viele Fahrradfahrer (Sonntag!) unterwegs. Es galt vorsichtig zu sein, um zum richtigen Zeitpunkt eine Lücke zum Überholen zu finden. Bis auf ein paar Tropfen hat das Wetter gut gehalten und kurz vor Fonyód zeigte sich sogar schon wieder etwas die Sonne.
9. Fahrradtag – Montag 09. Juli 2018 – von Balatonfüred mit dem Zug bis Balatonakarattya und von dort mit dem Fahrrad bis Siófok. Mit dem Linienschiff zurück ? km
Um die ersten Kilometer nicht immer die gleiche Strecke mit dem Fahrrad zu fahren, haben wir diese heute mit dem Zug bis Balatonakarattya zurückgelegt und von dort mit dem Fahrrad bis Siófok. 
glücklicher und erfolgreicher Fahrradfahrer
Dafür hatten wir unterwegs mehr Zeit, uns die schönen Häfen anzuschauen und die Natur etwas bewusster zu genießen.
 
Dadurch ergab sich auch die Begegnung mit einem ungarischen Fischer, der in unserem Beisein einen besonderen Fang hatte. Er hatte eine Sprachbehinderung, daher war neben unseren fehlenden Ungarischkenntnissen keine verbale Unterhaltung möglich, dennoch war es für ihn aber auch uns ein besonderes Zusammentreffen. Er schien glücklich zu sein, dass er mit uns seine Freude teilen konnte.
 
 
Für heute Abend hatten wir eine Reservierung in einem Lokal mit Zigeunermusik - etwas außerhalb von Balatonfüred. Wenn wir schon nicht in der Puszta waren, erhoffte ich mir, zumindest ein wenig von diesem Gefühl durch die Musik vermittelt zu bekommen. Das Lokal war eine Empfehlung unseres Fahrers vom Flughafen, die wir bereits am Samstagabend umsetzen wollten, aber ohne Reservierung gab es noch nicht mal für uns zwei für ein Glas Wein ein Plätzchen. Alternativ sind wir am Samstag zum Publicviewing, das in den meisten Lokalen täglich während der Fussball-WM angeboten wurde.
Für mich als eher Fussball Laiin nicht so sehr spannend, da mir die Kommentierung in ungarischer Sprache keine weiteren Kenntnisse vermitteln konnte. 
Da habe ich lieber ab und an Martin beim Fussballschauen im Hotelzimmer Gesellschaft geleistet, wobei für mich nur bei deutscher Beteiligung wirkliche Begeisterung aufkommt, und das gehörte in Russland ja leider bereits der Vergangenheit an!
Kurz nach unserem Eintreffen machten die Musiker Pause und die ging sehr lange – aber nach Martins musikalischer Einschätzung kein Verlust, waren sie nicht wirklich gut. Aber so ist das eben manches Mal mit Erwartung und Wirklichkeit.

So sind wir wie die meisten Gäste auch nur für ein Glas Wein geblieben. Dafür kamen wir auch nicht so spät ins Bett, war doch morgen unser letzter Tag auf dem Fahrrad.
 10. Fahrradtag – Dienstag 10. Juli 2018 – eigene Route Balatonfüred - Badacsony – und zurück ca. 70 km
Heute wollten wir der hoffentlich besseren Empfehlung unseres Reiseveranstalters folgen und einen Ausflug zum Weinberg Badacsony zum Folly Arboretum machen. Die Sonne schien bereits früh morgens vom blauen Himmel, ein Traumtag und die Strecke bot die unterschiedlichsten Eindrücke.
 
 
 
Staatskasse aufbessern? uns haben sie nicht erwischt

Die letzten 3 km dorthin waren wirklich schweißtreibend, weil es sehr steil nach oben ging, aber es hat sich gelohnt. Auf 5 Hektar findet der Besucher eine Sammlung von 400 verschiedenen Arten immergrüner Nadelbäume, die zu ausgedehnten Spaziergängen oder Wanderungen – unterbrochen durch eine große oder kleine Weinverkostung – einladen.  
Damit wollten wir jedoch unseren letzten Tag mit dem Fahrrad nicht verbringen und haben stattdessen unsere Tour auf der Höhe mit dem Fahrrad fortgesetzt. Unweit des Eingangs des Waldparks haben wir ein kleines Weingut entdeckt und sind dabei auf ein besonders schönes Plätzchen getroffen. Ein erst seit ein paar Monaten von einem jungen sehr freundlichen Pächterpaar übernommenes Ausflugslokal, das zu einem Weingut gehört. Viel Liebe im Detail bei allem was den Besucher sich wohlfühlen lässt. Und ein unvergleichlicher Blick von der Höhe auf den Plattensee.

 
Ein gelungener letzter Tag, der uns wunderschöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen lässt. Bei diesem „Kaiserwetter“ schwer vorstellbar, dass ab abends Niederschläge vorher gesagt waren. Ob die Region wohl traurig wird, dass wir morgen abreisen?

Mittwoch, 11. Juli 2018
Der Regen, der bereits am Vorabend angefangen hatte, machte auch tagsüber, an unserem Abreisetag, keine Pause. Daher konnten wir unser letztes Frühstück nicht mehr auf der Terrasse einnehmen und selbst das Zurückbringen der Fahrräder- in den nur ein paar Hundert Meter gelegenen Shop - war eine nasse Angelegenheit. Da es bis Mittag keinerlei Regenpausen gab, haben wir eben unsere Regencapes übergezogen um die Fahrräder zurückzubringen und unser Schirm war für den Rückweg ins Hotel auch hilfreich. Das Hotel war uns mit einem late check out entgegengekommen, sodass wir in unserer Suite einen gemütlichen Nachmittag mit Ausruhen, Lesen und Fernsehen verbringen konnten. Unser Fahrer holte uns um 17.00h ab und da die Verkehrssituation zum Flughafen nach Budapest sehr gut war, waren wir mehr als rechtzeitig am Flughafen. Ebenso ging unser Rückflug planmäßig, der Abholservice zum Parkplatz war pünktlich, sodass wir letztendlich morgens um 01.00h gesund und wohlbehalten in unser schönes Zuhause zurückgekommen sind.
Ein schöner und trotz intensiver sportlicher Betätigung entspannender Urlaub – wir können uns vorstellen, einen weiteren Fahrradurlaub in den nächsten Jahren zum Beispiel in Kroatien oder einem der Nachbarländer zu verbringen.
Für dieses Jahr stehen unsere weiteren "Tapetenwechsel“ fest: in der letzten Septemberwoche begleite ich Martin zur Hirschbrunft in die Steiermark und das Highlight wird unsere Bhutanreise im November sein.

Wenn Ihr mögt, halten wir Euch auf dem Laufenden und werden auch dazu bestimmt einige Erlebnisse in unseren Reiseberichten festhalten.










 
 
 
 
 
 

 



 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 




 







 
 




 


 

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