Sonntag, 30. Januar 2022

Oberstdorf August 2021

Oberstdorf unsere geplanten 10 Tage wurden ungewollt verkürzt! 08.08.2021 – 15.08.2021

Leider war unsere für Februar geplante Urlaubswoche mit unseren Freunden Babs und Ingo wegen COVID nicht möglich. Als Ziel hatten wir uns Seefeld ausgesucht, eine für Martin und mich bisher unbekannte Region.  

Also leider nichts mit weiterer Praxis im Langlauf!

In den darauffolgenden Wochen zeichnete sich auch ab, dass die Wahrscheinlichkeit, dass unsere von Oktober 2020 auf Oktober 2021 verschobene Reise nach Peru stattfinden kann, immer kleiner wird. Das Auswärtige Amt hatte für Peru bis 31.08.2021 ein absolutes touristisches Einreiseverbot verhängt. Also haben wir um ein weiteres Jahr auf Oktober 2022 verschoben und hoffen, dass bis dahin weltweit ein unbeschwertes Reisen wieder möglich ist. Ein hehrer Wunsch!

Nach unserer guten Erfahrung letzten Sommer 2020 am Chiemsee haben wir uns dieses Jahr für Oberstdorf entschieden. Oberstdorf war im ersten Moment keine bewusste Entscheidung, sondern hat sich Anfang Mai aus der damaligen Verfügbarkeit und unseren Bedürfnissen ergeben.

Auf jeden Fall wollten wir in Deutschland bleiben, und mit Martins neuester Errungenschaft, seinem Jagdauto Jimny, konnten wir auch mühelos unsere Fahrräder mitnehmen.



Blick beim Frühstück auf Oberstdorf

In unserem Hotel „Kühberg“ etwas oberhalb von Oberstdorf  traf die Bezeichnung „Panoramasuite“ für unser Zimmer wirklich voll zu – schon beim Aufwachen hatten wir den wunderschönen Blick auf die Bergwelt

Blick aus Panoramasuite auf Berge

und bot die Annehmlichkeit einer eigenen kleinen ensuite Sauna. Unser „Paket“ beinhaltete neben der ¾ Verwöhnpension – bei schönem Wetter im Garten - die Möglichkeit der kostenlosen Nutzung der umliegenden Bergbahnen. Nach einer stauintensiven Anreise am Sonntag haben wir uns für Montag, 09.08.2021 für die Erkundung des Nebelhorns entschieden. Mit der Bergbahn rauf bis zum 2224 m gelegenen Gipfel


Nebelhorn 2224 m



und von dort Wanderung zum Seealpsee


Der Seealpsee ist ein Hochgebirgssee auf 1622 Meter Höhe oberhalb des Oytals in den Allgäuer Alpen. Der ca. 75.000 m² große See entwässert über den Seebach in den Oybach und liegt in der Daumengruppe am Südhang des Schattenberggrats, der ihn 200 m überragt.


und zu Fuß wieder zurück ins Tal. Da wären wir wohl besser der Empfehlung unseres Hotels gefolgt und bis zur Mittelstation mit der Bergbahn zurückgefahren. Wir haben das Gefälle und die Wegbeschaffenheit bis dorthin schlichtweg falsch eingeschätzt, sind zum Glück heil zurückgekommen, nur unsere Beine waren am Abend entsprechend schwer. Aber nach der Erholung in der Sauna waren wir für Dienstag bereit, unsere erste Tour mit dem Rad zu unternehmen, die uns über den „Hirschsprung“ und Ofterschwang bis zum großen Alpsee und wieder zurückführte. 


Hirschsprung Obermaiselstein

Die Temperaturen waren für August recht frisch, wurden zum Glück dann täglich wärmer.

Den Mittwochmorgen haben wir zum Kauf von neuen Bergstiefeln für Martin in Oberstdorf verbracht, am Nachmittag sind wir mit dem Rad ins Oytal bis zur Käseralpe.


Oytal zur Käseralpe

...das Stück selbstgemachten Kuchen auf der Käseralpe haben wir uns verdient 


und bei der Rückkehr durften wir zusätzlich zum Saunagang beide die von zuhause bereits gebuchte wohltuende Massage im Zimmer genießen.

Für das Abendessen hatten wir erstmalig im Biergarten reserviert und somit auch das Glück, die Geburtstagsüberraschung des Hotels für einen langjährigen Gast aus erster Reihe zu sehen und zu hören.


Alphornbläser Quartett vor Traumkulisse – unvergesslich! 


Am Donnerstag, 12.08.2021 – unserem 27. Jahrestag 💕- stand das Rohrmoostal mit Variante Piesenalpe auf unserem Programm

Rohrmoostal



Leider war die Wegbeschreibung für uns nicht detailliert genug oder wir haben uns zu oft von der schönen Landschaft und Kühen mit ihren Kälbern ablenken lassen – auf jeden Fall haben wir die Abzweigung zur Piesenalpe im ersten Anlauf verpasst und erreichten stattdessen Sibratsgfäll im Vorarlberg in der Region Bregenz. Also umdrehen, neu orientieren und Ziel mit Umwegen erreicht!

Am Freitag sind wir ins Kleinwalsertal. Da nicht auf allen Wegen Radfahren erlaubt ist und es viele Höhenmeter zu überwinden galt, haben wir unsere Räder an der Söllereckbahn abgestellt. Als Fußgänger sind wir mit der Bahn rauf, haben uns mit den Gegebenheiten vertraut gemacht und mit anderen Radfahrern über die Möglichkeiten gesprochen.

Und so führte uns die heutige Route mit dem Fahrrad zuerst nach Riezlern und von dort stets bergauf zur Schrattenwangalpe.

 

...von Riezlern zurück zur Söllereckbahn

Vom dortigen Bergstüble über die Bergstation der Söllereckbahn


Blick von Schrattenwangalpe auf Bergstation Söllereckbahn

bis zum Freiberger See und von dort über die Heini-Klopfer-Ski Flugschanze

Oberstdorf Heini-Klopfer Skiflugschanze

wieder zurück nach Oberstdorf und zum Kühberg. 

Samstag versprach wettertechnisch ein absoluter Traumtag zu werden. Und so hatten wir uns als Ziel Oberstaufen ausgesucht – mit kurzem Besuch bei Familie Hollfelder und Familie Kirchmann in Bad Rain. 

Schon auf dem Hinweg auf dem Illerradweg haben wir gesehen, dass sich Badegäste ein schönes Plätzchen aussuchen um dort den sonnigen Tag zu verbringen. Da wollte ich auf dem Rückweg auf jeden Fall auch einen Stop einlegen.


auf dem Illerradweg von Oberstdorf nach Oberstaufen 

Aber zuerst ging es über den kleinen und großen Alpsee 


bis Oberstaufen mit Einkehrschwung im Biergarten von Bad Rain und dann die gleiche Strecke wieder zurück.

Der wärmste Tag der Woche lud daher geradezu ein, unsere Idee vom Hinweg umzusetzen mit Trinkpause und Plantschen in der Iller.


Rückweg Illerradweg – Martin genießt die Abkühlung der Beine

…. Bine auch !!!

Jetzt verblieben von unserer Tagesstrecke 80 km+ von Fischen zurück zum Hotel nur noch ca. 15 km. 

Und dann ist es passiert: abfahrbereit mit Helm, Handschuhen und Brille! Wahrscheinlich verlor ich wegen einer Unachtsamkeit das Gleichgewicht und bin aus dem Stand mit dem Fahrrad nach rechts umgekippt und den Hang ein paar Meter runtergefallen.

Aufschrei, stechender Schmerz, Orientierungslosigkeit und ganz schnell neben Martin weitere hilfsbereite Menschen! In den mir endlos vorkommenden Minuten bis zum Eintreffen des Notarztes hat mir eine Krankenschwester, die als Gast in der Nähe war, mit gutem Zureden, Anleiten von bewusster Atmung, Schatten spenden usw. den hilfreichsten Beistand geleistet. Und dann hat meine Erinnerung eine Lücke bis zum Aufwachen in der Unfallchirurgie in Immenstadt. 

Fremde Stimmen, ein Gips am Arm, Krankenhaus-Flügelhemd, medizinische Geräte und Apparate….

dorthin hatte mich der Notarzt bringen lassen – und die Hoffnung, dass der Ellenbogen nur ausgekugelt ist, wurde durch die Röntgenaufnahmen leider widerlegt. Wahrscheinlich hatte ich mir beim instinktiven Versuch den Sturz abzufangen und dem unbewussten Einsatz des getreckten rechten Arms doch schlimmere Verletzungen zugezogen. Aufgrund der starken Schwellung wäre in Immenstadt jedoch erst frühestens am Donnerstag eine Operation möglich gewesen, sodass wir entschieden haben, unseren Urlaub abzubrechen und die OP möglichst wohnortnah vornehmen zu lassen.


Immenstadt Unfallchirurgie

Und so sind wir am Sonntag leider verfrüht zurück nach Karlsruhe. Da wir bisher zum Glück keine Erfahrungswerte mit Frakturen hatten, stellte sich die Frage in welchem Krankenhaus die notwendige Operation durchgeführt werden soll. Julian, der Sohn unserer Freunde Sibylle & Thomas arbeitet als Chirurg in der Arcus Klinik in Pforzheim und durch sein Engagement war es möglich, bereits am Folgetag dort vorstellig zu werden. Und am Donnerstag hat mich Dr. Burkhart (der Ellenbogenspezialist) mit seinem Team als letzten Termin vor seinem Urlaub operiert. Trotz vielfacher Röntgen-, MRT- und CT-Aufnahmen zeigte sich das Ausmaß der Verletzung erst auf dem OP-Tisch mit dem Ergebnis, dass das 8-köpfige Team +-3 Stunden damit beschäftigt war, meinen Schaden zu reparieren. Leider war das Ergebnis der Beugungs- und Streckungsfähigkeit von Anfang an nicht wie angestrebt und erhofft, obwohl ich als sogenannter Langlieger 6 Nächte in der Sportklinik verbrachte. Nur deshalb war es erlaubt, dass mich Martin am Wochenende jeweils für eine Stunde besuchen durfte. Und er war und ist dann auch zuhause mein „Retter und Held“. Zuerst musste ich meine Motorik mit dem linken Arm aktivieren und bei allem, wobei mir die Einsatzfähigkeit meines rechten Arms fehlte, hat mich Martin unterstützt.

bei Martin's Kurzbesuch im Garten der  ARCUS Klinik

Danach im direkten Anschluss zuhause Fortsetzung der Krankengymnastik /Physio und Eigenübungen, was in den ersten Wochen eine Verbesserung hauptsächlich der Schwellung brachte, aber danach mit dem Gefühl einer Blockade mehr oder weniger stagnierte. Vorwegnahme des Ergebnisses des Termins in der Klinik am 19.01.2022, bei dem sich leider mein eigenes Gefühl der letzten Wochen bestätigte. Nur mit einer weiteren OP besteht die Chance, die Steifigkeit des Ellenbogens zu verbessern und die Dauerschmerzen zu minimieren. Der späteste Termin ist der 22. Februar 2022 mit einer realistischen Chance, auf Abruf einen früheren Termin zu bekommen. Wenn’s denn schon sein muss, dann bitte so bald als möglich! Schließlich stehen sowohl mein Auto als auch meine Fahrräder seit 5 Monaten vereinsamt in Garage und Keller. Für jemanden, der sich so gerne bewegt wie ich ist die Bewegungseinschränkung schon Höchststrafe. Nun genug gejammert – aber nach dem Motto meiner Nachbarin „ist jammern für 20 Pfennig erlaubt“ 😏

Und so haben wir, den Umständen geschuldet, leider sowohl unsere Urlaubswoche in der Steiermark zur Brunft in der letzten Septemberwoche absagen müssen als auch unseren für Oktober 2021 ersatzweise statt Peru gebuchten Urlaub auf der Insel Rhodos storniert. Erst mal abwarten, wie sich der Heilungsprozess entwickelt und wann ein nächster Urlaub überhaupt denkbar ist?



 




Donnerstag, 11. November 2021

Kreta 12.10.-26.10.2020 Jahrgang 1960 wird 2020 sechzig!!

Kreta 12.10.-26.10.2020  Jahrgang 1960 wird 2020 sechzig!!

...mit Rückblick Februar 2020 im Tannheimer Tal  und August 2020 am Chiemsee  

In unserem letzten Bericht 2019 unseres Urlaubs in Lanzarote hatten wir schon unsere Vorfreude auf unsere bereits gebuchte „große“ Reise für Oktober 2020 mit Ziel Peru beschrieben. Damals war COVID19 ein unbekanntes Wort – geschweige denn die Kenntnis und das Erleben aller Begleiterscheinungen und Herausforderungen, mit denen uns dieser Virus konfrontiert hat und immer noch beschäftigt. 

Unsere Winter Urlaubswoche mit unseren Freunden Ingo und Babs konnten wir Mitte Februar – zwar reichte der Schnee nicht zum Langlaufen – unbeschwert und sehr erholsam im Tannheimer Tal im Almhof Told in Grän verbringen. Statt Alpinski und Langlauf – mangels Schnee - haben wir lange gemeinsame Spaziergänge unternommen (u.a. zum Adlerhorst und zum Vilsalpsee). Den einzigen Tag mit Neuschnee am Morgen haben Martin und ich für eine Schneeschuhtour zur Sonnenalm (1821 m) genutzt. Ein sehr schöner Wellnessbereich mit Panoramasauna, leckeres Essen, unterhaltsame Gespräche mit unseren Freunden und das Erlernen neuer Kartenspiele haben die Tage und Abende zu einer runden Sache mit Wiederholpotential gemacht. 

mit Babs auf dem Weg zum Adlerhorst

am Vilsalpsee

Traumwetter am Adlerhorst

Für ein paar Erholungstage im August haben wir uns für den Chiemsee mit dem Fahrrad entschieden. Das war trotz Corona möglich; das Hotel Chiemseestern in Gstadt bot das Frühstück statt mit frei zugänglichem Buffet im Vorabendbestellservice an und hatte ein sehr gutes Hygienekonzept. Wenn wir tagsüber auf zu viele Menschen trafen, konnten wir mit dem Fahrrad einfach unsere Route ändern und davonfahren. Verständlich, dass in den in Bayern und Baden-Württemberg noch andauernden Sommerferien, bei dem hochsommerlichen Wetter, viele genau wie wir in die Natur und ans Wasser wollten. Besonders beliebt ist natürlich der bekannte Chiemsee, aber wir haben weitere sehr schöne Seen entdeckt, die wesentlich weniger frequentiert waren. Am ersten Urlaubstag wollten wir nachmittags eine kleine Pause am Südufer des Chiemsees einlegen. Auf der schwierigen Suche nach einem Plätzchen mit genügend Abstand wurde uns die Möglichkeit der Teilnahme einer Schnupperstunde SUP Yoga angeboten. Stand Up Paddle Yoga ist ein neuer Trend, der einem herausfordert auf dem Board innere und äußere Balance zu finden. Eine sehr interessante Erfahrung. Und da das Wasser eine angenehme Temperatur hatte, war ein unfreiwilliges Absteigen eher eine willkommene Abkühlung!

11.08.2020 Chiemsee - Rimsting

Auch für das Abendessen war es empfehlenswert, sich rechtzeitig um die Reservierungen in den Restaurants zu kümmern…teilweise haben wir das – einer Eingebung folgend - schon von Zuhause gemacht. Für die meisten Lokale in den Nachbarorten sind wir dazu abends nochmals aufs Rad, aber die Bewegung mögen wir ja beide sehr gern. Und im Hotelzimmer lud unser Balkon mit Seeblick  danach zum Absacker ein. 

10.08.2021 Taverne in Seebruck

12.08.2021 Jahrestag 💝💝Malerwinkel Seebruck

Im August zeichnete sich immer mehr ab, dass wir unsere Peru-Reise auf einen späteren Zeitpunkt verlegen müssen. Aber meinen runden Geburtstag am 15. Oktober im vielleicht dann vom Wetter her schon ungemütlichen Karlsruhe zu verbringen war keine erstrebenswerte Option! Zumal ein großes Fest mit Familie und Freunden Corona bedingt auch nicht möglich war. Die spannende Frage – die täglich neue Antworten bereithielt: wo ist Urlaub in Kombination und Abwägung unseres Sicherheitsbedürfnisses noch möglich?

Da nach ein paar wenigen Tagen die Kanaren auch ausschieden, war die Empfehlung des Reisebüros die Insel Kreta. Griechenland, eines der ganz wenigen Länder, das ohne Reisewarnung bereist werden konnte. Auch der Hotelempfehlung Daios Cove an der Ostküste sind wir gerne gefolgt und das war genau richtig. Zusätzlich haben wir uns für Economy premium entschieden, was uns beim Flug einen Nebensitzer in unserer 3-er Reihe ersparte und bei allen Warteschlangen am Flughafen eine bevorzugte Abfertigung ohne Gedränge (und dadurch auch nicht mehr einzuhaltendem Sicherheitsabstand) ermöglichte.

Kurz vor unserer Abreise dachte ich wegen des sich verschlechternden Gesundheitszustands meiner lieben Maman über einen Nichtantritt nach. Sie hat mich jedoch stark ermutigt, mir den Urlaub zu gönnen, zumal mit den finalen Ergebnissen ihrer Untersuchungen erst nach unserer Rückkehr zu rechnen war. Dank Telefon konnte ich täglich mit ihr sprechen, sonst wären die Sorge und die Ungewissheit wie es ihr geht doch zu groß gewesen.

Und wir hatten einen wunderschönen Urlaub! Bis auf 2 Tage traumhaftes Wetter mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, die schon morgens kurze Ärmel erlaubten. Das Hygienekonzept machte für uns einen sehr durchdachten Eindruck ohne große unangenehme Einschränkungen für die Gäste. Einzig der Wellnessbereich mit den Saunen war geschlossen und viele Aktivitäten wie Sport und Abendunterhaltung fanden nicht statt. 

Hotelanlage Daios Cove mit Strand 

Es wurde täglich (ausser Mittwoch) um 11.00h eine wechselnde Sportstunde Yoga, Pilates, Streching und Fitball im Freien mit Reservierung angeboten. Daran haben wir auch gerne durchgängig teilgenommen.


Martin findet immer mehr Gefallen an seiner Yoga-Praxis 
Und nach dem Sport waren am Strand schon unsere desinfizierten Liegen vorbereitet!

am Strand mit Wellness-Drink
…und die ganz mutigen sind komplett ins Wasser!!

Schatzi ist einfach mein Held! 💙

Unsere Fahrradsachen hatten wir auch dabei, aber in der Region wären Fahrradtouren überwiegend nur auf den Hauptverkehrstrassen möglich gewesen, was nicht unser Interesse weckte.

So sind wir an einem Tag von Agios Nikolaos zum Hotel zurück gelaufen (ca. 8 km)

 …und an den zwei Tagen mit Regen und schlechterem Wetter haben wir mit einem Mietauto etwas die Insel erkundet. Besuch von Klöstern und Kirchen, ländliche Gegend mit Olivenbäumen, Schafen und Ziegen und eine Wanderung zum Wasserfall waren eine nette Abwechslung.



Wanderung zum Wasserfall

herrlich klares erfrischendes Wasser

Da die sehr schöne und gepflegte Hotelanlage über mehrere Ebenen in den Berg gebaut ist, waren die Wege vom Zimmer bis zum Restaurant, zum Sport, zum Strand – eigentlich in jede Richtung weit und mit mindestens 100 Stufen verbunden.

Es war unser ausdrücklicher Wunsch, ein ruhiges Zimmer zu haben und die etwas längere Entfernung zum Hauptgebäude gewollt: und wer in Bhutan rumkraxeln kann, für den sind 100 Stufen ein „Spaziergang“.😊

Im Hauptbereich gab es zur Überbrückung von der Strandebene bis zur Rezeption eine kleine Seilbahn, die an die alten Gondeln der Pardatschgradbahn in Ischgl erinnerte. Diese haben wir in den seltensten Fällen benutzt, an meinem Geburtstagsabend war es jedoch mit meinem langen Kleid hilfreich vom Ocean Restaurant zur Crystal Bar auf die Dachterrasse zu fahren.  

kleine Kabinenbahn überbrückt unzählige Stufen

                                                                              

Geburtstagskind am Morgen 

Martin hält Ausschau - nach wem oder was?  

Absacker in der Crystal Bar auch am Geburtstagsabend

Geburtstagsmädchen am Abend! 

Ein rundum gelungener und erholsamer Urlaub. Sehr schöne Anlage mit freundlichen Mitarbeitern, leckeres Essen und Drinks in verschiedenen Restaurants und auch am Strand, Tagesausklang auf der Dachterrasse mit Loungemusik, wohltuende Massagen – entspannen und sich wohlfühlen. All das war trotz COVID unbeschwert möglich. Bei unserer Rückkehr zuhause mit der explosionsartigen Zunahme an Infizierten waren weitere Beschränkungen ab 02.11.2020 die Folge. So konnte die ursprünglich vorgesehene nachträgliche Geburtstagsfeier mit Freunden und Familie leider auch nicht im stattfinden. Stattdessen am 31.10.2020 ein gemeinsames Abendessen zuhause mit meinen Eltern sowie Thomas und Astrid.

Und rückblickend waren und sind wir ja leider immer noch von dieser Pandemie betroffen - mit aktuell Besorgnis erregender stark ansteigender Hospitalisierungsinzidenz. Die Alarmstufe ist (Stand 11.11.2021) zum Greifen nah!


Montag, 23. Dezember 2019


Lanzarote 02.11.-15.11.2019
Martin und ich hatten uns sehr auf unseren für November 2019 geplanten Urlaub auf Teneriffa gefreut. Gebucht im März über Thomas Cook, wer hätte damals daran gedacht, dass dieses Unternehmen Ende September in die Insolvenz geht? Anfang Oktober wurde die Teneriffa Reise abgesagt und in der Kürze der Zeit galt es ein neues Ziel zu finden, wobei die Kanaren wegen des im November zu erwartenden angenehmen Klimas nach wie vor unsere bevorzugte Urlaubsregion waren. Letztendlich haben wir uns für Lanzarote entscheiden, diese Insel kannten wir bisher noch gar nicht. Rückblickend eine sehr gute Entscheidung:
ein geruhsamer und erholsamer Urlaub – wenngleich die dafür verantwortliche Ursache „kranksein“ weder gewollt noch geplant war.

Es ging mir kurz vor unserer Abreise richtig schlecht und dennoch habe ich keinen Moment wirklich in Erwägung gezogen, die Reise abzusagen bzw. nicht anzutreten. Nachdem ich den im Internet beschriebenen Test zum Druckausgleich im Ohr als „gelungen“ durchgeführt hatte, sind wir am 02. November Richtung Play Blanca gestartet. Ein sehr schönes Hotel und sommerliches Wetter haben uns empfangen. Zum Fahrradfahren eignet(e) sich Lanzarote nur bedingt (unser Fahrradequipment flog ungenutzt wieder nachhause), stattdessen haben wir nach meiner Genesung die Zeit mit Yoga am Strand, Pilates, Spaziergängen, kleinen Ausflügen, gutem Essen und viel Entspannung und Erholung verbracht.





Ein Ausflug in der zweiten Woche mit dem Bus, der leider sehr schlecht organisiert war, bot zumindest die Gelegenheit den Nationalpark Timanfaya zu besuchen. Der felsige Nationalpark Timanfaya entstand durch Vulkanausbrüche in den 1730er Jahren.
Ein Eintritt mit dem eigenen Fahrzeug oder als Fußgänger ist dort nicht erlaubt. Es ist ein Bus des Nationalparks zu benutzen, in einigen Fällen dürfen auch die Ausflugsbusse einfahren um den Gästen den Umstieg zu ersparen. Für unseren Doppeldeckerbus war es wegen sehr starker Windböen erst fraglich, aber letztendlich möglich.


Auf den touristischen Kamelritt „Echadero de Camellos“ etwas unterhalb des Timanfaya haben wir verzichtet. Stattdessen haben wir uns in den Folgetagen zweimal einen Roller gemietet und die Insel auf eigene Faust erkundet. Dies ist dort sehr leicht möglich, mit einer Fläche von 845 km² und einer maximalen Ausdehnung von 60 km in der Länge und 25 km in der Breite ist die Insel sehr überschaubar. Die Bevölkerungsdichte ist mit unter 150.000 Einwohnern auch eher dünn, es gibt nur wenige Straßen und zu deren Seiten überwiegend Vulkangestein. Karg, aber je nach Lichteinfall durchaus sehenswert.
 
Da wir gerne auch mal das ansonsten meist strikt verbotene Betreten von Lavagestein unter unseren Füssen spüren wollten, bot sich eine Wanderung am Rande der Feuerberge des Timanfaya Nationalparks an. Auf gut ausgebauten Lavapfaden erreichten wir den Krater del Cuervo, in den man auch hineingehen kann. Der Vulkan gehört zu den beeindruckendsten Kratern Lanzarotes, ein vulkanischer Lehrpfad informiert über den aufgerissenen Krater.

 

Als weiteres Ziel erreichten wir mit dem Roller Los Hervideros. Das sind Lavahöhlen und bizarre Felsformationen an der Südwestküste von Lanzarote, die durch das Aufeinandertreffen von glühender Lava des Lavaflusses aus den Feuerbergen und dem Meer entstanden sind. Man kann direkt bis an die Küste fahren und die beeindruckenden "Natur-Kontraste" besichtigen. Hier schiebt der Ozean seine mächtigen Wellen bis an die Felsenküste und die weiße Gischt endet in und unter den Felsenhöhlen Los Hervideros im Lavagestein.


Ganz in der Nähe befinden sich die Salinas de Janubio, die größte Salzgewinnungsanlage der Kanarischen Inseln. Dort haben wir auch einen (Foto-) Stop eingelegt.


Tinajo, Al Campesino, Teguise, Bartolome, Puerto del carmen, haben wir entweder nur durchfahren oder gestreift oder haben den Roller abgestellt, Helme abgezogen und uns die Orte angeschaut.
 
An einem Abend empfing uns die Hotelhalle in weihnachtlicher Aufmachung und Dekoration. Sehr schön, aber am 13. November und bei warmen Temperaturen doch eher fremd. Wir haben die Kulisse dennoch gerne fürs Erinnerungsfoto genutzt!



Und jetzt steht Weihnachten 2019 mit der Familie vor der Tür, über Silvester machen wir einen 4 tägigen Ausflug zum „Neujahrszauber“ nach St. Martin in der Pfalz.
Für unsere bereits gebuchte „große“ Reise für Oktober 2020 heißt das Ziel Peru. Darauf freuen wir uns, aber vorher auch auf alles was das Neue Jahr bis dahin für uns bereithält.

Wir wünschen allen, die uns auf unserem Reiseblog begleiten, fröhliche und gesegnete Weihnachten und einen gelungenen Start in ein gesundes und glückliches Neues Jahr 2020.

 
 


 































Beitragende