Leider (im nachhinein betrachtet „zum Glück“) haben wir am ersten Tag nach unserer Ankunft unsere Reiseleiterin versäumt. So hatten wir die Gelegenheit einen Schweizer kennenzulernen, der schon sehr lange hier lebt und uns einige insidertips gegeben hat. Dazu gehörte auch der Besuch des 3-mal wöchentlich stattfindenden grossen Strassenmarktes in Bang Niang, auf dem es alles, was es zum normalen Thai-Leben braucht,
zu kaufen gibt. Ich würde mir für zuhause eine ähnlich große Auswahl an Früchten, Gewürzen und Gemüse, in der gleichen Frische und zum hiesigen Preisniveau wünschen,
beim Fisch und Fleisch sind wir wahrscheinlich nicht abgehärtet genug, um die fehlenden Kühlmöglichkeiten ohne Konsequenzen für unser Bauchinnenleben schadlos zu überstehen.
In unmittelbarer Nähe befindet sich auch das Tsunami-Museum und ein Polizeiboot, das über 1,5 Kilometer genau an dieser Stelle an Land angespült wurde.
Ich konnte mir die Bilddokumentationen gar nicht alle anschauen, es war einfach ein ganz schreckliches Erlebnis auch für die Einheimischen.
Am Sonntag sind wir mit einem Fahrer zum Bang Sak Beach gefahren
und wollten von dort per Tagesfussmarsch über den Strand Pak Weep und den Regenwald zu einem vereinbarten Treffpunkt am frühen Abend gelangen. Leider war der versprochene Schatten auf den ersten Kilometern so gut wie gar nicht zu finden, sodass wir unsere Route änderten. Da sonntags der öffentliche Bus scheinbar auch nicht kommt, haben wir das Angebot eines amerikanischen Entwicklungshelfers angenommen, uns ein Stück mitzunehmen. Er arbeitet für eine Stiftung seit Jahrzehnten in Vietnam, Kambodscha, auf den Philippinen und in Thailand und hat uns einiges Interessantes aus seiner Tätigkeit erzählt, u.a. auch von seiner Mithilfe beim Tsunami vor drei Jahren. Er hat uns beim Khao Lak-Lamru Nationalpark abgesetzt, der auf dem ersten Stück wirklich gut zu Fuss zu durchqueren ist. Wahrscheinlich hätten wir am Ende des Naturweges umkehren sollen…
wir waren aber abenteuerlustig und machten einen richtigen Dschungel- und Felsentrip daraus. Über mannshohe Steine, durch Dickicht im Urwald, oder durchs Wasser - wenn es nicht höher als 1,30m war - es war immer nur die Frage, welcher der eigentlich gar nicht existierenden Wege der „bequemste“ war.
Montag, 17.12.2007
Heute war nach den gestrigen Strapazen eigentlich Ruhetag angesagt.
Dennoch wollten wir uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen, die gestern nicht gesehenen Naturschönheiten nicht doch noch – jedoch per motobike – zu erkunden. Also machten wir uns als erstes auf den Weg zum Tap Lamu Pier, von wo aus auch die Fähre zu den ca. 60 km entlegenen Similan Islands ablegt. Von dort aus in die entgegen gesetzte Richtung ans westlichste Ende Leam Pakarang und zum white sand beach, wo wir uns im Schatten mit Blick aufs Meer einen kühlen drink gönnten.
Weiter durch traumhafte Wälder, an Seen vorbei,
mit wenig Menschen zum Namkhem Tsunami Memoriam, weiter zu den Sai Rung Wasserfällen und nach einem Abendessen in einem schwedischen Lokal – mal zur Abwechslung zur Thai-Küche (die uns aber prima schmeckt) wieder nachhause.
Dienstag, 18.12.2007
Heute waren wir mit einer Gruppe, insgesamt zu fünft, bei einem Schildkrötenbrutzenter, in dem die am Strand im Sand frisch geschlüpften Schildkrötenbabys bis zu ihrem ersten Lebensjahr geschützt und auf ihr weiteres Leben im Meer vorbereitet werden. Anschließend haben wir mit dem Kanu und Bambusfloß, die letzte Strecke sogar in kniehohem Wasser zu Fuß die „Phung Chang Cave“ erkundet.
Die Höhlen Tham Pee Thua Koe mit ca. 3000 Jahre alten Felszeichnungen sind nur mit dem Longtailbootfahrt durch die Mangroven zu erreichen
und sowohl die Fahrt dorthin als auch die Grotte selbst haben uns sehr beeindruckt.
Anschliessend ging’s zum Tempel „Wat Tham Nakarat“, der nur über Treppen und Leitern erreichbar ist. Leider hat hier der Akku unseres Fotos seinen Geist aufgegeben, sodass wir die schönen Bilder nur in der Erinnerung mitnehmen können.
Morgen heisst es schon Abschied nehmen von Thailand mit nächstem Ziel Malaysia Kuala Lumpur.
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